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Auch die NZ-Blogger sind im Derbyfieber

"Die 3 Clubfreunde" kontra "Die Greuther-Weiber" - 18.12.2011 19:33 Uhr

Eindeutig, wem die beiden im Pokalderby die Daumen drücken. NZ-Lokalredakteur Peter Viebig (links) erwartet einen Club-Sieg, während die Kollegin Ute Wolf mit einem Erfolg der SpVgg Greuther Fürth rechnet.

Eindeutig, wem die beiden im Pokalderby die Daumen drücken. NZ-Lokalredakteur Peter Viebig (links) erwartet einen Club-Sieg, während die Kollegin Ute Wolf mit einem Erfolg der SpVgg Greuther Fürth rechnet. © Roland Fengler


 Seit mehr als drei Jahren gibt es das Clubfreunde-Blog. Ein Jahr später kamen die Greuther-Weiber hinzu.  Normalerweise ist zwischen den beiden Fanblogs ein gepflegtes Ignorieren vorherrschend. Nachdem Fürth und Nürnberg in unterschiedlichen Ligen spielen, gibt es schließlich auch wenig Schnittstellen.

Die jeweils drei Blogger können sich also gut aus dem Weg gehen. Auf der NZ-Blogseite unter http://nz.de/blogs findet man die beiden Blogs dennoch einträchtig nebeneinander. Clubfreunde und Greuther-Weiber sind übrigens auch bei Twitter und Facebook aktiv – mit Sicherheit auch während des Derbys morgen Abend.

Peter Viebig: „Sollen wir auf dem Derbygegner herumhacken? Sollen wir uns lustig machen, wie er wie ein kleiner Sisyphus Saison für Saison am Aufstieg arbeitet und kurz vor dem Ziel gleitet ihm alles regelmäßig aus den Händen? Sollen wir die Fans dieses fränkischen Doppel-Kaff-Vereins belächeln, weil sie sich treudoof jedes Jahr wieder aus ihren Aufstiegsträumen reißen lassen?

Nein, das haben wir nicht nötig. Heute nicht, aber auch am Samstag nicht. Da stünden wir nämlich sogar drüber, wenn der Club nicht gerade einen Champions-League-Teilnehmer aus dem eigenen Stadion gefegt hätte. Wir Clubfans haben uns nämlich im Lauf der Jahrzehnte Fähigkeiten erarbeitet, da haben grün-weiße Fähnchenschwinger keinen blassen Schimmer davon.

Noch in der dunkelsten Finsternis entdecken wir ein Licht der Hoffnung, aus einem furztrockenen Gefäß schöpfen wir noch Siegeszuversicht. Nichts Menschliches ist uns fremd. Rauf und runter, wir kennen die Fährnisse des Lebens zur Genüge. SC Weismain oder AS Rom, der FCN putzt alles weg. An guten Tagen. Schlechte leisten wir uns leider auch – aber nicht gegen die Fürther.

Und wisst ihr was, ihr Kicker aus der westlichen Nachbarkommune? Wir tun euch noch einen Gefallen, wenn wir euch aus dem DFB-Pokal werfen, Dann könnt ihr euch ganz auf das Unerhörte konzentrieren, auf den Aufstieg in die erste Liga. Das wird zwar auch diesmal wieder nichts. Doch da gibt es ja noch das alte Fürther Sprichwort: Du hast zwar keine Chance, aber nutze sie!“

Ute Wolf: „Die SpVgg Greuther Fürth gewinnt das Derby, davon sind wir ,Greuther-Weiber‘ überzeugt. Schon deshalb, weil unsere Mannschaft einfach dran ist mit einem Sieg, wenn man die letzten Begegnungen anschaut: den Clubsieg am 24.November 2008 und das Unentschieden am 10. Mai 2009. ,Derbysiege sind für die Ewigkeit – Auf zum nächsten Kapitel‘, so steht es auf unserem Derby-T-Shirt zu lesen, und das können wir nur unterschreiben.

Dass Trainer Mike Büskens das Derby emotionsloser sieht als viele Franken – so hat er sich vor ein paar Tagen im Nürnberger Presseclub ausgedrückt –, nehmen wir ihm als Westfalen zwar ab. Ein wenig mehr Begeisterung für seine zweite Heimat Fürth hätten wir uns aber schon gewünscht! Zu viel Coolness könnte Büskens leicht als mangelndes Engagement ausgelegt werden; da sollte er vielleicht etwas vorsichtiger sein.

Das Kleeblatt hat am Dienstag eine Riesenchance, vor toller Kulisse im ausverkauften Nürnberger Stadion den Erzrivalen einmal mehr hinter sich zu lassen. Der Club ist derzeit alles andere als in Bestform, das 3:0 in Leverkusen war nicht mehr als ein ,Zwischenhoch‘. Und die Spielvereinigung marschiert selbstbewusst in Richtung erste Liga.

Da kommt so ein Sieg über den 1.FCN im DFB-Pokal gerade gelegen, um das noch zu unterstreichen. Und wenn die Cluberer am Dienstag ihre Hymne singen, ,Die Legende lebt‘, dann können wir Greuther-Weiber nur sagen: Die Legende vielleicht schon, aber die ist längst Vergangenheit!“ 

Harald Büttner

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