16°

Samstag, 01.10. - 10:43 Uhr

|

zum Thema

Bamberg beendet schwarze Serie gegen Moskau

Brose Baskets landen gegen ZSKA Moskau nächsten Sensationssieg - 24.03.2016 23:00 Uhr

Der Topscorer jubelt: Nicolò Melli steuerte 17 Zähler zum Sieg gegen Moskau bei.

Der Topscorer jubelt: Nicolò Melli steuerte 17 Zähler zum Sieg gegen Moskau bei. © Sportfoto Zink / HMI


Nach elf Niederlagen in den bisherigen elf Spielen gegen ZSKA Moskau war Bamberg diesmal von Beginn an in der Partie und zog in der Schlussminute entscheidend davon. Nach drei extrem ausgeglichenen Vierteln entschieden die Brose Baskets im Schlussabschnitt (23:16) dieses Topspiel des zwölften Top16-Spieltages für sich und ließen sich zu Recht von ihren Fans feiern.

Angeführt von ihrem Topscorer Nicolò Melli (17 Zähler) und Nikos Zisis (14, sechs Assists) glänzte der Meister als homogenes Team (24 Assists, ZSKA: 13) und hatte das russische Überteam aus Moskau in fast allen statistischen Kategorien im Griff. Selbst das Duell unter den Körben, bei dem Bamberg nach dem dritten Viertel noch ein 16:26-Defizit hatte, wurde am Ende beinahe ausgeglichen (31:32) gestaltet.

Ein echtes Topspiel

Im ersten Durchgang lieferten sich beide Mannschaften ein Duell, das der Bezeichnung Topspiel vollends gerecht wurde. Freak City stand von der ersten Sekunde hinter den Brose Baskets, die gegen das russische Überteam eine bärenstarke erste Halbzeit spielten. Aber auch Moskau versteckte sich trotz der enthusiastischen Atmosphäre auf den Rängen nicht und forderte den deutschen Meister bis aufs Äußerste heraus.

Bilderstrecke zum Thema

Brose Baskets Bamberg - CSKA Moskau Brose Baskets Bamberg - CSKA Moskau Brose Baskets Bamberg - CSKA Moskau
Brose Baskets mit überraschendem Erfolg gegen Titelkandidaten

Die Brose Baskets Bamberg haben im Kampf um das Viertelfinale der Euroleague einen überraschenden Sieg eingefahren. Die Franken gewannen am Donnerstag gegen das bereits für die nächste Runde qualifizierte Spitzenteam ZSKA Moskau mit 91:83. Der deutsche Basketball-Meister verbesserte damit seine Chancen auf das Weiterkommen. Nach zwölf Spielen haben die Bamberger aktuell sechs Siege und sechs Niederlagen auf dem Konto.


Bis kurz vor dem Seitenwechsel konnte sich keine der beiden Mannschaften einen nennenswerten Vorsprung heraus spielen. Bamberg hatte dabei allerdings nicht nur mit den fünf Moskauern auf dem Feld, sondern auch mit den drei Unparteiischen zu kämpfen. Nachdem diese im ersten Viertel noch ein technisches Foul an Cory Higgins wegen Floppings verhängt hatten, schauten sie bei den Hausherren ganz genau hin. Die Folge waren  unsportliche Fouls gegen Daniel Theis (17. Minute) und nur eine Minute später gegen Leon Radosevic, gekrönt von einem technischen Foul gegen Coach Andrea Trinchieri, der vor allem mit dem Pfiff gegen seinen kroatischen Center nicht einverstanden war.

Der Funke springt von den Rängen über

Die Russen konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen. Bamberg dagegen wandelte die aufkommende Hektik auf den Rängen in positive Energie um und setzte sich kurz vor dem Seitenwechsel dank eines 8:0-Laufs auf 43:35 ab. In der Schlussminute kamen Nando De Colo und Kyle Hines nochmals zu Korberfolgen, sodass zur Pause ein 43:39 vom Anzeigenwürfel der Brose-Arena strahlte.

Auch in den zweiten 20 Minuten setzte sich das enge Kopf-an-Kopf-Rennen weiter fort. Bamberg zog sein Spiel weiter unbeirrt durch und verteidigte seinen knappen Vorsprung. Dies gelang den Oberfranken in der Folge auch ohne ihren Kapitän Brad Wanamaker, der von Coach Trinchieri nach seinem vierten Foul auf der Bank für den Schlussabschnitt geschont wurde.

Die Gäste konnten trotz Bambergs guter Trefferquote gegen Ende der dritten zehn Minuten jedoch wieder bis auf einen Zähler (68:67) verkürzen. Zum einen lag das an Milos Teodosic und Nando De Colo, die ihre Würfe hochprozentig verwandelten, zum anderen an einer deutlichen Reboundüberlegenheit (26:16 nach 30 Minuten) der Russen.

Erster Sieg gegen den Angstgegner

Mit dem eigenen Anhang im Rücken ließ sich der Gastgeber aber auch von einem zwischenzeitlichen Führungswechsel - 69:68 für Moskau durch Nikita Kurbanov - nicht aus der Ruhe bringen. Darius Miller brachte seine Farben mit sieben Punkten wieder auf Kurs, es blieb aber bis zur letzten Sekunde spannend. Erst in den letzten 120 Sekunden konnten sich Wanamaker & Co. die spielentscheidende Führung erspielen und sich nach einem Finale furioso erstmals gegen ZSKA Moskau durchsetzen - 91:83!

Der deutsche Meister verbesserte damit seine Chancen auf das Weiterkommen. Nach zwölf Spielen haben die Bamberger aktuell sechs Siege und sechs Niederlagen auf dem Konto. Unter die besten Acht der Euroleague hat es bisher noch keine deutsche Mannschaft geschafft. Ein vielleicht schon entscheidendes Match steht für die Franken am 31. März beim FC Barcelona an. Eine Woche später ist Bamberg dann bei Laboral Kutxa Vitoria zu Gast.

Brose Baskets: Melli (17 Punkte), Zisis (14), Radosevic (14), Wanamaker (11), Strelnieks (10), Miller (9), Harris (8), Nikolic (5), Theis (3), Staiger

ZSKA Moskau: De Colo (21), Teodosic (19), Vorontsevich (17), Hines (9), Kurbanov (7), Jackson (4), Higgins (4), Korobkov (2), Fridzon, Lazarev, Freeland, Kulagin 

Benjamin Strüh

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.