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Baustelle Club-Angriff? Ishak hat noch etwas vor

FCN-Vorstand Bornemann erinnert an den Schweden-Stürmer - 13.06.2017 17:20 Uhr

Mikael Ishak könnte mit etwas Anlaufzeit für den 1. FC Nürnberg vielleicht doch noch wertvoll werden. © Sportfoto Zink


Glaubt man den Verlautbarungen vom Valznerweiher, fühlt sich der FCN für die kommende Saison schon jetzt ganz gut aufgestellt. Einen Mann fürs Abwehrzentrum möchte Andreas Bornemann noch an Bord holen. "Auf der Suche nach einem Innenverteidiger liegt unsere Priorität", ließ sich der Club-Vorstand eine Woche vor Trainingsauftakt im kicker zitieren. Dreht man den Satz um, ergibt sich daraus, dass ein in den Kommentarspalten bei nordbayern.de  häufig geforderter Angreifer auf den Fahndungslisten des FCN nicht sonderlich weit oben steht. So kann man Nürnbergs ranghöchsten Personalplaner zumindest verstehen.

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33 Spieler, ein Verein - und eine Saison, die für den neunfachen deutschen Meister enttäuschend war. 2016/17 lief für den 1. FC Nürnberg alles andere als optimal. Wird es Zeit für einen Neuanfang oder will der Club sich nur punktuell verstärken, um wieder oben anzugreifen? In unserer Bildergalerie gibt es die Antwort.


Ob man Andreas Bornemann wirklich so verstehen muss, oder der Sportvorstand - im Hintergrund an einer Offensiv-Verstärkung arbeitend - sich aus Kalkül so äußert, bleibt abzuwarten. Auch in der Bild-Zeitung erkannte der 45-Jährige jüngst allerdings keinen Handlungsbedarf: “Mit Gislason, Teuchert und Ishak haben wir hier durchaus noch Optionen“, erklärte Bornemann dem Blatt und betonte, dass speziell mit Letztgenanntem durchaus noch zu rechnen sei. "Man sollte Ishak nicht vergessen. Ihm traue ich beim Club zukünftig eine wichtige Rolle im Sturmzentrum zu", bringt der Sportvorstand einen Stürmer in Stellung, der seit seinem Engagement noch Nachweise schuldig blieb, wie er dem FCN in vorderster Front helfen kann.

Dass es eine Zeit dauern würde, bis Schwedens viermaliger Nationalspieler dem Club helfen kann, hatten sie am Neuen Zabo derweil schon im Winter gewusst. Freilich hatte der 24-Jährige vor seinem Dienstbeginn in Nürnberg beim dänischen Erstligisten Randers FC mit über 30 Toren aufhorchen lassen und damit auch den griechischen Spitzenklub Panathinaikos Athen als Mitbewerber auf den Plan gerufen.

2015 war Ishak mit der U21 der Skandinavier Europameister, ein Jahr später bei den Olympischen Sommerspielen in Rio als Traumtorschütze auffällig geworden. Doch neben all diesen Arbeitsproben stand, dass der mit einer Aachenerin verheiratete Angreifer, der einst in Köln schon Bundesliga-Luft geschnuppert hatte, zu Beginn seiner Club-Tätigkeit nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, erst mit einer Verletzung und anschließend mit Trainingsrückstand zu kämpfen hatte.

Vom Fremdkörper zum Volltreffer?

Die Hoffnungen, dass Ishak den sagenhaften Guido Burgstaller, der in der Hinrunde der abgelaufenen Spielzeit noch 14 Treffer für den Club markiert hatte, schnell vergessen lassen würde, erwiesen sich jedoch auch im Anschluss als unbegründet. Bei seinen sieben Saisoneinsätzen - nur beim 0:1 in Fürth spielte der Schwede dabei durch - fehlte dem Stürmer jegliche Bindung zum Nürnberger Spiel.

Vom Fremdkörper zum Volltreffer? Zumindest so ähnlich darf man jedoch den Plan verstehen, den der Noch-Null-Tore-Mann der Bild am Saisonende präsentierte: “Ich bin mir sicher: Wenn ich hier eine komplette Vorbereitung mitgemacht habe, werde ich noch meinen Beitrag für den Verein leisten“. Löst der athletische Stürmer, der als einziger Angreifer oder in einer Doppelspitze aufgeboten werden kann und beim Club Vertrag bis 2020 hat, dieses Versprechen ein, wäre der FCN für die kommende Saison vielleicht wirklich ganz gut gerüstet. 

apö

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