Freitag, 16.11.2018

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Brose Bamberg holt den Turniersieg in Bayreuth

Deutscher Ex-Meister krönt erfolgreiches Wochenende mit zwei Kantersiegen - 10.09.2018 09:56 Uhr

Bei der Begegnung zwischen Medi Bayreuth und Brose Bamberg stand es am Ende 65:93. © Peter Mularczyk/Bayreuth


Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt zeigte das Team von Neu-Coach Ainars Bagatskis sowohl im Oberfrankenderby gegen den Gastgeber (Halbfinale), als auch im Endspiel gegen das EuroCup-Team von Lokomotiv Kuban Krasnodar zwei bärenstarke Spiele und fuhr zwei Kantersiege ein. Bester Bamberger an diesen zwei Turniertagen war Tyrese Rice, der aus beiden Partien als Topscorer hervorging und das Team souverän anführte.

Den dritten Platz sicherten sich die gastgebenden Bayreuther. Die Mannen von Cheftrainer Raoul Korner setzten sich im "kleinen Finale" mit 96:83 gegen den FC Bayern München Basketball durch. Die Oberbayern, die auch stark ersatzgeschwächt angetreten waren, zogen am Vortag im zweiten Halbfinale gegen Lokomotiv Kuban Krasnodar den Kürzeren (74:84).

Dominant von Anfang an

Gleich zum Turnierauftakt am Samstag zeigte das Brose-Team, das neben den beiden Nationalspielern Stevan Jelovac und Kristian Kullamäe noch auf Bryce Taylor und William McDowell-White verzichten musste, was in ihm steckt. Von Beginn an drückten die Bagatskis-Jungs aufs Tempo und lagen bereits nach fünf Minuten zweistellig in Front. Dieser Vorsprung wurde dann bis zur Schlusssirene kontinuierlich ausgebaut. Beim 93:65-Erfolg ließ man seinem ersatzgeschwächten Kontrahenten aus der Wagnerstadt nie den Hauch einer Chance.

Ähnlich erging es dann auch am Sonntag der Mannschaft aus Krasnodar. Die Russen konnten den Brose-Boys zwar im ersten Viertel (22:17 für Bamberg) noch einigermaßen Paroli bieten, ab dem zweiten Spielabschnitt übernahmen Nikos Zisis und Co. dann aber vollends das Kommando und kamen zu einem souveränen 87:64-Finalsieg.

Rice führt homogenes Team an

Bambergs bester Akteur an diesem Wochenende war mit Abstand Neuzugang Tyrese Rice. Der erfahrene US-Point Guard beendete beide Partien nicht nur als Topscorer (19 Pkte. gegen Bayreuth, 21 gegen Krasnodar), sondern war auch jederzeit Herr der Lage und hatte im Spielaufbau alles unter Kontrolle. Folgerichtig wurde der 31-Jährige zum MVP des Turniers gekürt.

Es ist aber nicht nur Tyrese Rice, der bislang für die starken Auftritte von Brose Bamberg in der Pre-Season verantwortlich ist - vielmehr ist es das Kollektiv, das Ainars Bagatskis um sich versammelt hat. Der lettische Chefcoach macht bislang einen guten Job und gibt den Spielern doch ausreichend Einsatzzeiten auch genügend Selbstvertrauen. Während neben Rice vor allem noch Rückkehrer Arnoldas Kulboka für Gefahr von außen sorgt, hat Bamberg mit Elias Harris, Augustine Rubit, Leon Kratzer und Cliff Alexander auch unter dem Korb genug Durchschlagskraft. Dieses Quartett scheint dazu in der Lage zu sein, Bambergs eklatante Reboundschwäche aus dem Vorjahr beheben zu können.

Turnier in Italien

Als nächstes reist der Brose-Express weiter ins italienische Caorle, wo man vom 14.-16. September am nächsten Vorbereitungsturnier teilnimmt. Direkt im Anschluss verpasst Bagatskis der Mannschaft in einem Kurztrainingslager den allerletzten Feinschliff, ehe sich Brose Bamberg am 24. September erstmals in Freak City präsentiert. Fünf Tage später, am 29. September startet dann in Würzburg die neue BBL-Saison.

Die Statistiken vom Wochenende:

Brose Bamberg - Kuban Krasnodar 87:64

Brose Bamberg: Rice (21 Punkte/4 Dreier), Alexander (18/2), Rubit (13/1), Zisis (7/1), Harris (7), Heckmann (6), Schmidt (5), Kulboka (5/1), Stuckey (3/1), Olinde (2), Bruhnke Lokomotiv Kuban Krasnodar: Whitehead (17/1), Shcherbenev (15/4), Johnson (9), McLean (6), Popov (5), Platonov (4), Vedishchev (3), Ilnitsky (3/1), Gerasimov (2), Wright

Medi Bayreuth - Brose Bamberg 65:93

Medi Bayreuth: Brooks (23 Punkte/1 Dreier), Dimec (17), Stockton (10/2), Hrovat (6), Robertson (3/1), Wenzl (3/1), Raivio (3), Wachalski, Meisner, Perschnick, Krug Brose Bamberg: Rice (19/3), Kulboka (18/6), Alexander (11), Schmidt (9), Stuckey (7/1), Harris (6), Heckmann (5), Kratzer (3), Zisis (2), Olinde (2), Bruhnke (2) 

Benjamin Strüh

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