Donnerstag, 23.11. - 12:11 Uhr

|

zum Thema

Brose im Dauerstress: Am Sonntag kommt Frankfurt

Bamberg will im Bundesliga-Klassement zur Spitzengruppe aufschließen - 11.11.2017 18:59 Uhr

Headcoach Andrea Trinchieri und Augustine Rubit müssen am Sonntag schon wieder aufs Parkett. © Sportfoto Zink / HMI


Die von Gordon Herbert trainierten Fraport Skyliners werden ihrerseits natürlich alles daran setzen, um ihre bislang gute Tabellensituation aufrecht zu halten. Der Kanadier hat es wieder einmal geschafft, in der Mainmetropole ein schlagkräftiges Team um Urgestein Quantez Robertson zu formen. Aktuell stehen die Mainhattan-Giganten auf dem vierten Platz und feierten zuletzt einen souveränen Heimsieg über Vizemeister Oldenburg (93:82). Insgesamt ist die Bilanz des jüngsten Teams der Liga (Altersdurchschnitt 22,9 Jahre) mit sechs Siegen und zwei Niederlagen sehr beeindruckend und unterstreicht die Playoff-Ambitionen des früheren BBL-Meisters.

Ausgeglichene Frankfurter

Obwohl die Frankfurter in den bisherigen Spielen lediglich zehn Akteure zum Einsatz brachten und auch am Sonntag (19.15 Uhr) weiterhin auf Niklas Kiel, der nach seiner Gehirnerschütterung noch nicht wieder im Teamtraining ist, verzichten müssen, präsentieren sie sich als unberechenbarer Gegner. Bis zu Kaderposition sieben verteilen die Korbjäger aus der Bankenstadt ihr Scoring extrem ausgeglichen. An der Spitze steht mit Philip Scrubb, der nach einem Jahr Verletzungspause eine überragende Comeback-Saison spielt (18,3 PpS, 3,5 RpS, 3,8 ApS), sowie den Neuzugängen Taj Webster (13,3 PpS, 4,0 RpS, 4,5 ApS) und Jonas Wohlfarth-Bottermann (12,5 PpS, 6,1 RpS) ein Trio an der Spitze, das regelmäßig zweistellig punktet. Dahinter folgt mit Mike Morrison, Quantez Robertson, Shawn Huff und Isaac Bonga ein Quartett, welches ebenfalls jederzeit ein Spiel übernehmen kann. Im letzten Heimspiel gegen Oldenburg überragte der neuseeländische Guard Webster mit 31 Punkten, elf Rebounds und vier Assists. Scrubb folgte mit 22 Zählern.

Deutsches Point Guard-Duell im Fokus

Betrachtet man dieses Duell mit der Nationalmannschaftsbrille, ist besonders das Aufeinandertreffen der Point Guards, Bambergs Maodo Lô und Frankfurts Isaac Bonga, interessant. Bonga, der erst am Mittwoch seinen 18. Geburtstag feierte und nicht nur Frankfurts größte Nachwuchshoffnung ist, wurde beim letzten Spiel von nicht weniger als sieben NBA-Scouts beobachtet. Der 2,03 Meter große Aufbauspieler ist die Zukunft der DBB-Auswahl und wurde jetzt von Bundestrainer Henrik Rödl erstmals für die anstehende WM-Quali Ende November ins Aufgebot berufen. Bambergs Lô ist zwar selbst erst 24 Jahre, konnte aber in 48 Länderspielen schon einiges an Erfahrung sammeln.

In der Bundesliga nach oben orientieren

Selbige bekommt der gebürtige Berliner auch in der Euroleague. Zusammen mit seinem Team stand der Guard zuletzt am Freitag gegen Euroleague-Champion Fenerbahce Dogus Istanbul auf dem Parkett und musste am Ende viel Lehrgeld bezahlen. "Drei Viertel haben wir exzellent gespielt, haben es geschafft den Rückstand auf sieben Punkte zu verkürzen. Wann immer du aber gegen solche Mannschaften einen Fehler machst, bestrafen sie es sofort. Als wir auf sieben rankamen haben wir vier Fehler am Stück gemacht – zwei vorne, zwei hinten. Das hat uns das Spiel gekostet", analysierte Cheftrainer Andrea Trinchieri die Partie.

In der Bundesliga lief es zuletzt mit Siegen in Braunschweig und gegen Göttingen wesentlich besser und man konnte sich wieder auf einen Playoff-Platz schieben. Diesen gilt es nun mit aller Macht zu verteidigen und sich weiter nach oben zu orientieren. Verzichten muss der Titelverteidiger dabei nach wie vor auf Daniel Hackett und Elias Harris. Wer als überzähliger Ausländer von Trinchieri eine Pause bekommt, wird sich erst am Sonntag vor dem Spiel zeigen. Sicher dürfte dagegen sein, dass Malik Müller wieder ins Team zurückkehren wird. Der 23jährige Shooting Guard überzeugte gegen Göttingen mit elf Zählern bei einer Dreierquote von 75 Prozent.

Nach dem Spiel gegen die Skyliners stehen für die Brose-Boys zwar erst einmal zwei spielfreie Tage an, doch bereits am Mittwoch geht es in Nürnberg gegen Barcelona weiter. Dieses deutsch-spanische Duell ist der Auftakt zur zweiten Doppelspieltags-Woche in der Euroleague, denn schon am Freitag muss Brose Bamberg in Mailand antreten, ehe es am Sonntag zum Südgipfel bei derzeit stark spielenden Münchner Bayern kommt. 

Benjamin Strüh

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport