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Derby-Niederlage! Bamberg nach der Pause von der Rolle

Bambergs Basketballer kassieren gegen Medi Bayreuth zweite Heimpleite in Folge - 03.01.2019 22:41 Uhr

Brose-Coach Ainars Bagatskis sah in der zweiten Hälfte zu viele Fehler seines Teams. © Sportfoto Zink


In den ersten 20 Minuten bot sich den Zuschauern eine Partie, die den derzeitigen Tabellenstand beider Teams perfekt wieder spiegelte. Es entwickelte sich Beginn an ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem sich keine Seite einen nennenswerten Vorteil erarbeiten konnte.

Wie schon gegen München haderten die Brose-Boys im ersten Viertel mit ihrer eigenen Trefferquote – insbesondere die erneut magere Dreierquote fiel ins Gewicht (20%) -, hatten aber dank einer fast perfekten Freiwurfquote (7/8) noch leite Vorteile. In den zweiten zehn Minuten konnte sich Brose offensiv dank Ricky Hickman zwar steigern, hatte dafür aber auf der Gegenseite defensiv seine Mühen.

Kein Mittel gegen Brooks & Thomas

Immer wieder wurde es den Bayreuthern gestattet, erfolgreich zum Abschluss zu kommen. Allen voran De´Mon Brooks (15 Pkte.) und Adonis Thomas (10) waren von Bamberg kaum unter Kontrolle zu bringen. Die beiden US-Amerikaner im Medi-Dress waren es hauptverantwortlich, die immer, wenn es für die Gäste wichtig war, erfolgreich Verantwortung übernahmen und wichtige Würfe versenkten. Auf diese Weise neutralisierten die beiden Forwards das Bamberger Offensivkollektiv und sorgten für einen ausgeglichenen Halbzeit-Score (43:43).

Bayreuths Robertson läuft heiß

Zum Entsetzen der Bamberger Fans schien Bayreuths Siegeswille nach dem Seitenwechsel deutlich größer zu sein, als der der eigenen Mannschaft. Die Wagnerstädter wirkten deutlich fokussierter, das Duo Brooks/Thomas bekam nun auch deutlich mehr Unterstützung. Neben Point Guard David Stockton hatte sich vor allem Kassius Robertson offenbar für den zweiten Durchgang einiges vorgenommen. Der Medi-Dreierspezialist schoss sich langsam warn, legte allein im dritten Viertel zehn Punkte auf und hatte so großen Anteil, dass sich das Korner-Team erstmals einen zweistelligen Vorsprung erspielen konnte.

Während das Bayreuther Spiel an beiden Enden des Feldes zusehends sicherer wirkte, strahlten die Hausherren mehr und mehr Unsicherheit aus. Im Angriff gab es Ballverluste und Fehlwürfe en masse und in der Verteidigung konnten die Gegenspieler zu selten gestoppt werden. Bis auf 14 Zähler zogen die „Heroes of Tomorrow“ zwischenzeitlich davon, Bamberg konnte sich erst kurz vor der letzten Viertelpause dank erfolgreicher Freiwürfe von Tyrese Rice und Stefan Jelovac wieder etwas heranpirschen (60:70).

Vergebliche Aufholversuche

Da aber auch weiterhin gerade von jenseits des Bogens relativ wenig gelingen wollte, warfen die Mannen von Ainars Bagatskis wieder einmal ihr Kämpferherz in die Waagschale – und das mit Erfolg. Elias Harris, Tyrese Rice und Stefan Jelovac setzten alles daran, um den Bayreuther Vorsprung einzudampfen. Doch die Gäste waren auch weiterhin um keine Antwort verlegen und hielten die Bamberger so auf Distanz.

Näher als auf vier Punkte sollten die Gastgeber im Schlussviertel nicht mehr herankommen. Neben einer starken Bayreuther Teamleistung in Halbzeit zwei erlaubte sich das Brose-Team wieder einmal zu viele individuelle Fehler (zwölf Turnover) und ließen erneut das notwendige Durchsetzungsvermögen in der Offensive (8/25 Dreier) vermissen. Schlussendlich startet das neue Jahr so, wie das alte beendet wurde – mit einer Derby-Heimniederlage.

Dass es am Ende gegen Medi Bayreuth „nur“ 84:94 hieß,war einem letzten Aufbäumen von Patrick Heckmann zu verdanken, der sich die Aufforderung der Fans („Wir wollen Euch kämpfen sehen“) zu Herzen nahm und sechs Zähler in Serie markierte. Dennoch mussten sich Nikos Zisis & Co. nach der Partie Pfiffe von den Rängen gefallen lassen.

Brose Bamberg: Jelovac (19 Punkte), Hickman (17), Heckmann (11), Rice (9), Harris (8), Zisis (8), Rubit (7), Taylor (3), Alexander (2), Stuckey, Schmidt

Medi Bayreuth: Brooks (26), Seiferth (18), Robertson (15), Hrovat (13), Stockton (5), Meisner (4), Doreth (3), Raivio, Martin, Wachalski 

Benjamin Strüh

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