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Euroleague-Frust ade! Bamberg will Gießen knacken

Oberfranken erwarten ein ambitioniertes Traditionsteam - 05.03.2017 13:40 Uhr

Gegen den Traditionsklub aus Gießen, rund um deren Topscorer Cameron Wells, möchte Brose Bamberg den nächsten Liga-Sieg einfahren.

Gegen den Traditionsklub aus Gießen, rund um deren Topscorer Cameron Wells, möchte Brose Bamberg den nächsten Liga-Sieg einfahren. © Sportfoto Zink


Keines der 17 Bundesliga-Teams steht so sehr für Tradition wie die Mittelhessen. Bereits seit 1937 wird an der Lahn Basketball gespielt - und das mitunter auch sehr erfolgreich. Fünf Meisterschaften und drei Pokalsiege sind zählbare Belege für Gießens Basketball-Tradition. Ausgenommen zweier Spielzeiten (2013/2014 und 2014/2015) ist Gießen seit Gründung der Bundesliga in Deutschlands höchster Spielklasse vertreten und kann daher mit Fug und Recht als "Bundesliga-Dino" bezeichnet werden.

Die aktuelle 46ers-Mannschaft mit Ex-Nationalspieler Denis Wucherer an der Seitenlinie steht mit zehn Siegen und zwölf Niederlagen auf dem neunten Tabellenplatz. Obwohl die junge Truppe um seinen Topscorer Cameron Wells (14,7 Punkte pro Spiel) zuletzt zwei Niederlagen in Ludwigsburg und zuhause gegen Tübingen hinnehmen musste, hat man die Playoff-Hoffnungen noch längst nicht aufgegeben. Hinter dem US-Point Guard, der bislang in allen 23 Partien zur Starting Five gehörte und dieses Vertrauen neben seinen Punkten auch mit durchschnittlich 4,3 Assists rechtfertigt, folgen mit Dwayne Evans und Justin Sears gleich zwei Spieler, die im Schnitt für knapp elf Zähler gut sind.

Knapper Bamberg-Sieg im Hinspiel

Allerdings ist im System von Denis Wucherer zuletzt eine wichtige Stütze weggebrochen: Thomas Scrubb, der für zwölf Punkte und knapp sechs Rebounds verantwortlich war, fällt aufgrund einer Fußverletzung für den Rest der Spielzeit aus. Evans und Sears müssen diesen Ausfall hauptverantwortlich kompensieren und schaffen das bislang mit Bravour. Zusätzlich zu ihren Punkten besorgen die beiden Big Men auch noch den Hauptteil der Reboundarbeit und greifen da vor allem am offensiven Brett entschlossen zu. Centerspieler Sears ist mit 2,8 eingesammelten Abprallern am gegnerischen Brett sogar viertbester Offensivrebounder der Liga.

Die Bamberger mussten bereits am eigenen Leib erfahren, wie unangenehm die 46ers zu spielen sind. Beim Hinspiel im November konnte der deutsche Meister nur ganz knapp eine Niederlage abwenden. Auf Seiten der Hessen zeigte Cameron Wells mit 30 Punkten sein bestes Spiel dieser Saison und verschaffte seinen Farben zwischenzeitlich einen 20-Punkte-Vorsprung. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung kamen die Oberfranken jedoch zurück. Am Ende sicherte die individuelle Klasse eines Darius "Killer"-Miller den 79:77-Erfolg für Brose Bamberg. Auch für das Aufeinandertreffen am Montag ist ein harter Kampf bis zur letzten Sekunde zu erwarten. 46ers-Coach Denis Wucherer hat bereits im Vorfeld eine Kampfansage gen Bamberg geschickt. "Ich will in der Saison nicht zweimal gegen denselben Gegner verlieren", so der Trainer in der Gießener Allgemeine Zeitung.

Im Gegensatz zum Hinspiel kann Brose Bamberg seinen Fokus jetzt aber komplett auf die Bundesliga und das Unternehmen "Titelverteidigung" legen. Nach der Niederlage in Belgrad am Donnerstagabend sind Bambergs Playoff-Chancen in der Euroleague nur noch theoretischer Natur. Dementsprechend motiviert werden die Brose-Boys gegen den hessischen Kontrahenten zu Werke gehen. "Wir wollen uns in der Bundesliga keine Blöße geben. Unser Ziel ist es jedes verbleibende Spiel zu gewinnen", gibt sich Darius Miller für den Rest der BBL-Saison angriffslustig. 

Benjamin Strüh

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