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FCN: Schmutzige Sandkasten-Spiele für den Teamgeist

Bis aufs Hundertstel genau: Weiler versucht, den FCN voranzubringen - 26.01.2015 19:19 Uhr

Holt mich hier raus: Nürnbergs Torwart Patrick Rakovsky im Trainingscamp.

Holt mich hier raus: Nürnbergs Torwart Patrick Rakovsky im Trainingscamp. © Foto: Zink


Für die letzte Einheit ging René Weiler ans Meer. Am Abend davor hatte er mit seinen Assistenten vor einer Strandhütte einen Hindernisparcours errichtet für seine Spieler; unter anderem mussten sie im tiefen Sand einen Fahrzeug-Anhänger um einen Pfosten schieben, sich an einer Stange entlanghangeln oder durch einen Tunnel krabbeln. Zwei Durchgänge, die Zeit nahm der Trainer persönlich, außerdem durfte er Strafen verhängen. Das machte natürlich großen Spaß, es wurde viel gelacht. Die Stimmung konnte kaum besser sein.

Am Samstagnachmittag zum Test gegen den FC Aarau (2:0) strich Weiler gleich vier Akteure aus seinem Aufgebot. Dave Bulthuis, Cristian Ramirez, Maximilian Dittgen und Manuel Bihr saßen nur auf der Tribüne. „Ich musste auch mit den Auswechslungen den Ernstkampf proben“, begründete Weiler seine Maßnahme. Weiler denkt positiv. „Das ist doch auch ein Zeichen für die, die dabei waren.“ Der Trainer konzentriert sich auf das zur Verfügung stehende Personal. Das versucht er, besser zu machen, auf ein höheres Niveau zu bringen, auch mit einem Hindernisparcours am Strand: Die Übung, sagte Weiler, „ist sehr gut für den Team-Spirit.“

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Schwitzen am Strand: Weiler jagt Cluberer durch Parcours

Abwechslung muss sein, dachte sich wohl auch Club-Trainer René Weiler und baute am Strand in Belek einen Hindernis-Parcours auf. Die Zeit stoppte der Schweizer dabei auf die Sekunde genau.


Dieses Video wird präsentiert von FrankenFernsehen

 

Gegenseitige Anfeuerung, Unterstützung für die Schwächeren in der Gruppe, das wird auch in den nächsten Monaten wichtig sein. Alain Kunz, Redakteur der Schweizer Tageszeitung Blick, begleitet René Weiler schon seit vielen Jahren, auch gegen den FC Aarau schaute er vorbei. „Hochintelligent“ sei Weiler, berichtete Kunz, „ein akribischer Arbeiter, der viele Dinge hinterfragt.“

Beim 1. FC Nürnberg hat er damit zwar erst angefangen, aber trotzdem schon viele Leute beeindruckt. Was auch daran liegen könnte, dass er sich selbst um Belanglosigkeiten persönlich kümmert. Nach der lustigen Einheit am Strand saß er mit seinen Assistenten in der Hotel-Lobby – und rechnete die jeweiligen Zeiten aus. Bis auf die Hundertstelsekunde genau.

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Wolfgang Laaß (Nürnberger Nachrichten)

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