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Fürth feiert Freis! Das Kleeblatt kann doch noch siegen

2:1-Erfolg beim FSV Frankfurt - Röcker erstmals nur auf der Bank - 12.02.2016 20:20 Uhr

Matchwinner: Sebastian Freis schoss das Kleeblatt zum Auswärtssieg.

Matchwinner: Sebastian Freis schoss das Kleeblatt zum Auswärtssieg. © Sportfoto Zink / WoZi


Wenn das Kleeblatt spielt, ist das ja oft die Zeit für große Gefühle. Und so war es auch am Freitagabend im Frankfurter Stadtteil Bornheim. Denn in der Halbzeitpause hieß es Candlelight statt Flutlicht: Der Inhaber der Hähnchenbraterkette "Max & Moritz" machte seiner Frau nach 25 Jahren Ehe einen Heiratsantrag über den Stadionlautsprecher. Er schien ihn damals in der Eile irgendwie vergessen zu haben. Während der Unternehmer weitere Jahre in Zweisamkeit planen kann – die Dame sagte "ja" – endeten an diesem Abend zwei Serien der Spielvereinigung.

Für den Fürther Innenverteidiger Benedikt Röcker war nach 68 Einsätzen in Folge einmal Pause, Trainer Stefan Ruthenbeck zog ihm Marcel Franke vor. Ob nun die veränderte Aufstellung – mit Winterzugang Maurice Hirsch im zentralen defensiven Mittelfeld – dafür verantwortlich war, dass auch die zweite Serie endete, ist müßig zu diskutieren. Fünf Spiele in Folge gelang dem Kleeblatt kein Sieg mehr, in Frankfurt sollte es endlich wieder einmal klappen. Vor allem in der ersten Hälfte merkte man richtig, wie sich das Kleeblatt mit jeder gelungenen Aktion das verloren gegangene Selbstvertrauen zurückholte.

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2:1-Sieg in Frankfurt: Freis bekommt die Bestnoten

Nach fünf sieglosen Partien gewinnt das Kleeblatt in Frankfurt. Matchwinner ist der Fürther Sebastian Freis, dessen Notenschnitt bei 1,3 liegt. Auch seine Mitspieler kommen bei den Usern, der Redaktion und dem kicker ordentlich weg.


Die erste Gelegenheit hatte das Kleeblatt in der achten Minute. Niko Gießelmann setzte sich auf der linken Seite durch, doch seine Hereingabe auf Marco Stiepermann geriet zu scharf, als dass jener sie hätte verarbeiten können. Letztgenannter stand am Freitagabend wieder auf seiner angestammten Position im rechten offensiven Mittelfeld, während Zlatko Tripics Auftritt am vergangenen Sonntag ihn wieder auf die Ersatzbank brachte.

Von dort sprang er bereits in der 12. Minute wieder auf, denn es gab etwas zu bejubeln. Rechtsverteidiger Sebastian Heidinger sprintete aus der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum, wo er zurücklegte auf Sebastian Freis, der den Ball eiskalt zur Führung versenkte. Nur zwei Minuten später brachte Freis das Netz erneut zum Wackeln, doch eine Abseitsstellung ließ den Jubel verstummen. Der FSV Frankfurt war in der ersten Hälfte wenig zwingend, das Kleeblatt hatte die Hoheit im Mittelfeld.

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Geht doch! Fünf Spiele dauerte die Fürther Sieglos-Serie, dann reiste das Kleeblatt am Freitag zum FSV Frankfurt. Der 2:1-Erfolg ist auch deshalb wichtig, weil mit den Hessen ein direkter Konkurrent auf Distanz gehalten wurde. Die Bilder des Spiels.


Ein Distanzschuss von Manuel Konrad in der 22. Minute war das einzig Zählbare. Auf der anderen Seite verpasste Zulj das Gehäuse nur knapp mit einem Schuss über die Querlatte, Veton Berisha hatte ihm mustergültig den Ball zurechtgelegt (24.). Also musste nach einer halben Stunde wieder Freis ran – wie gegen Kaiserslautern gelangen ihm erneut zwei Treffer, der zweite war für die Galerie. Jurgen Gjasulas Schuss prallte an der Abwehr ab und landete bei Freis, der kurz innehielt und dann gefühlvoll ins lange Toreck schlenzte.

Mit der Einwechslung von Zlatko Dedic stellte Frankfurts Trainer Tomas Oral dem Ex-Fürther Dani Schahin einen Sturmpartner zur Seite. Die neue Ausrichtung ging sofort auf. Drei Minuten nach Wiederanpfiff klatschte ein Fernschuss von Niki Zimling an den Pfosten, Schahin staubte zum 1:2 ab.

Doch das Kleeblatt hielt der Sturm- und Drangphase der Gastgeber stand. In der 68. Minute kamen die Fürther sogar selbst zu einer hochkarätigen Chance, als sich der famose Freis über links durchsetzte und auf den mitgelaufenen Stiepermann flankte. Doch der traf nur das Außennetz. Bis zum Schlusspfiff lieferten sich die Mannschaften ein rassiges Spiel, beide spielten mutig nach vorne. Doch diesmal waren die Fürther nicht nur die glücklichen Sieger, sondern einfach auch cleverer und ließen sich den Schneid von den wütenden Hessen nicht abkaufen. Dieser Auftritt beeindruckte und gibt Hoffnung für das nächste Heimspiel gegen Duisburger, die ähnlich bissig auftreten werden wie Frankfurt.

Apropos Gefühle: Vor dem Anpfiff zeigte die SpVgg, dass sie an den erkrankten Stefan Thesker denkt:  "Bleib stark Thes!" stand auf den T-Shirts, mit denen die Spieler einliefen. 


Hier gibt's den Live-Ticker zum Nachlesen.

FSV Frankfurt: Weis - Perdedaj, Gugganig, Ballas, Haji Safi - Zimling (79. Yann), Konrad - Engels (71. Halimi), Kalmar, Felipe Pires (46. Dedic) - Schahin

SpVgg Greuther Fürth: Mielitz - Heidinger, Caligiuri, Franke, Gießelmann - Hirsch (88. Röcker) - Gjasula - Zulj - Stiepermann (90.+1 Wurtz), Freis - Berisha (71. Vukusic)

Tore: 0:1 Freis (12.), 0:2 Freis (30.), 1:2 Schahin (49.) | Gelbe Karten: Freis | Schiedsrichter: Siewer (Drolshagen) | Zuschauer:

Martin Schano

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