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Fürth: Kramer in bester Kloppo-Manier

Kleeblatt-Trainer findet Borussia Dortmund sensationell - 11.04.2013 20:54 Uhr

"Das ist schon beeindruckend, wie er Fußball lebt": Fürths Trainer Frank Kramer (rechts) will sich von Dortmunds Jürgen Klopp schon einiges abschauen.

"Das ist schon beeindruckend, wie er Fußball lebt": Fürths Trainer Frank Kramer (rechts) will sich von Dortmunds Jürgen Klopp schon einiges abschauen. © dpa


Am Samstag nun gibt es für den neuen Cheftrainer der SpVgg Greuther Fürth ein Wiedersehen mit Deutschlands bekanntestem TV-Plauderer, der nach dem „Wunder gegen Malaga“ noch euphorisierter als sonst am Laubenweg antreten dürfte.

Ganz Fußball-Deutschland saß am Dienstagabend vor den Fernsehern und erlebte Gänsehautmomente, als der BVB mit dem Treffer zum 3:2 in den letzten Sekunden der Nachspielzeit das Halbfinale in der Champions League erreichte. „Eine Wahnsinnsleistung, die Dortmund da vollbracht hat“, meinte auch Kramer anerkennend, der die Partie gegen den FC Malaga aber natürlich auch als handfeste Vorbereitung für das anstehende Duell seiner Mannschaft mit dem BVB nutzte.

Vom Papier her ist es eine klare Sache: Aus Sicht der Spielvereinigung kann es nur darum gehen, die zu erwartende Niederlage in Grenzen zu halten, für die Gäste aus dem Westen müsste das Spiel beim designierten Absteiger nicht viel mehr als ein Schaulaufen werden.

Zumal in Fürth niemand daran glaubt, dass der Tabellenzweite die Aufgabe mit einer gefährlichen Lässigkeit angeht. „Es wird sich keiner in der Dortmunder Mannschaft erlauben, auch nur einen Schritt weniger zu machen“, mutmaßte Kramer im Hinblick auf den breit aufgestellten BVB-Kader, in dem sich jeder Akteur für die ausstehenden Höhepunkte in der Champions League empfehlen möchte.

Allzu ausgiebig gefeiert dürften Klopps Mannen auch nicht haben, glaubt Kramer. Gerade mal zehn Minuten nach Spielschluss gegen Malaga und noch mit reichlich Glückshormonen im Körper erinnerten die Dortmunder Verantwortlichen bereits an „die schwere Aufgabe am Samstag in Fürth“.

Keine wirklich ernsthafte Warnung, aber wohl doch „ein Zeichen dafür, wie professionell die Dortmunder sind“, befand der Fürther Trainer, der ohnehin nicht an einen geschwächten Gegner glaubt. „Vielleicht haben sie ein paar Körner gelassen, aber so ein Sieg setzt doch unheimlich viel Euphorie frei, und das wiegt das im Verhältnis wieder auf.“

Wie man dem zweitbesten Team der Liga aber erfolgreich begegnen könnte, dürfte das Spiel am Dienstag auch gezeigt haben. Da hatte Malaga diszipliniert verteidigt, viele Räume zugestellt und selbst „zweimal zugebissen“, wie es der Fürther Trainer ausdrückte. „Kompakt stehen, viel laufen, das sensationelle Umschaltspiel immer im Blick haben und Dortmund vor das eigene Tor zwingen“, hätte Kramer schon ein passendes Rezept parat.

Klopps BVB ist schließlich nicht unbezwingbar. „Ich glaube natürlich daran, dass wir in dieser Saison noch einen Heimsieg einfahren. Sonst müsste mich der Verein ja für die Heimspiele suspendieren“, kalauerte Kramer in bester Kloppo-Manier. 

Florian Pöhlmann

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