14°

Samstag, 20.10.2018

|

zum Thema

Guardiolas einstiger Lieblingsschüler Green soll bleiben

Leihgabe des VfB Stuttgart spielte sich in die Herzen der Kleeblatt-Fans - 14.05.2018 14:19 Uhr

Bleibt Julian Green ein Fürther? Ausgeschlossen ist das nicht. © Sportfoto Zink / WoZi


Julian Green wollte sich nach dem Schlusspfiff noch nicht festlegen. Eigentlich trinke er ja keinen Alkohol, sagte der Mann, der die Spielvereinigung Greuther Fürth gerade zum Klassenverbleib geschossen hatte. Auch kein Bier. "Aber mal schauen, ob mich die anderen noch überreden", schob er hinterher und musste lachen. Es schien nichts ausgeschlossen, nach dem 1:1-Unentschieden beim 1. FC Heidenheim, das die Spieler auch weit nach Schlusspfiff in der Kabine noch lautstark feierten.

Bilderstrecke zum Thema

Green im Glück: Fürth kämpft sich zum Klassenerhalt

Was für eine Zitterpartie: Nach einem 1:1-Unentschieden beim 1. FC Heidenheim darf die SpVgg Greuther Fürth in der 2. Fußball Bundesliga bleiben. Dank der Siege von Darmstadt und Kiel und eines extrem wichtigen Treffers von Julian Green reichte es am Ende doch noch für den Klassenerhalt.


Man hatte in Fürth lange darauf warten müssen, dass Green einer der genialen Momente gelingt, für die man ihn geholt hatte. Keine Frage, der 22 Jahre alte Deutsch-Amerikaner fügte sich meist gut ein ins Team, Green überzeugte mit seiner Technik und Agilität. Aber gerade Tore gelangen ihm wenige, seine Abschlüsse blieben zu häufig erschreckend harmlos.

Als er gebraucht wurde, im wichtigsten Spiel der Saison, war er aber da. Das 1:0 für die Fürther in der 51. Minute war genau der richtige Moment, um für den Verein Geschichte zu schreiben. "Heute ist er reingegangen, es gibt keinen besseren Zeitpunkt", fasste Green nüchtern zusammen. Seine Mitspieler hatten ihn vor Freude fast erdrückt. "Ich habe nicht mehr ganz so viel Luft bekommen", sagte er und sah nicht so aus, als wäre er besonders unglücklich darüber.

Es hatte zuletzt bei vielen Fürther Fans Bedenken gegeben, dass bei der Spielvereinigung so viele Leihspieler auf dem Platz stehen. Würden sie sich in diesem Abstiegs-Endspiel wirklich voll reinhauen? Nicht nur Julian Green, auch der zu Beginn quirlige Fabian Reese schoben solche Bedenken beiseite. "Wenn man für den Verein spielt, dann gibt man alles", sagt Green: " Ich will in meinem Steckbrief ja auch nicht stehen haben, dass wir absteigen."

Bilderstrecke zum Thema

Weiß-grüne Erlösung: Fürth feiert den Last-Minute-Klassenerhalt

Darmstadt und Kiel sei Dank: Weil die Konkurrenz für die SpVgg Greuther Fürth spielte, reichte dem Kleeblatt in Heidenheim ein Punkt zum Klassenerhalt. Nach Abpfiff fiel dem Buric-Team dann ein Stein vom Herzen und die Spielvereinigung feierte ausgelassen mit ihren Fans.


Wie so oft in dieser Saison bildete der einstige Münchner Lieblingsschüler von Pep Guardiola gegen Heidenheim die einzige Spitze, eine nicht immer dankbare Rolle in Fürth. Für Julian Green kein Problem: "Carlo Ancelotti hat mal gesagt, dass Stürmer die beste Position für mich ist, das muss ja was dran sein", sagte er mit einem Schmunzeln.

Normalerweise endet seine Leihe mit dieser Saison, laut Vertrag würde er zum VfB Stuttgart zurückkehren. In Fürth würde man ihn, nicht nur wegen des entscheidenden Tores, aber gerne behalten. Und Green ist alles andere als unzufrieden mit seinem Aufenthalt beim Kleeblatt: "Für mich war es die erste Saison als Stammspieler im Herrenbereich, das war sehr wichtig für meine Entwicklung", sagte er.

Bilderstrecke zum Thema

Green gibt Gas! Noten für das Klassenerhalt-Kleeblatt

34 Spieltage lang musste die SpVgg Greuther Fürth leiden, hoffen und bangen - durch das 1:1 beim 1. FC Heidenheim hält der Zweitliga-Dino aber die Klasse. Im abschließenden Voting überzeugt vor allem ein Innenverteidiger, aber auch der Torschütze erhält eine gute Bewertung. Sie haben gewählt, hier gibt's die Kleeblatt-Noten.


Steht jetzt trotzdem die Rückkehr zu den Schwaben an? "So steht es im Vertrag – man weiß aber nicht, was in den nächsten Tagen und Wochen passiert, schauen wir mal", sprach Green und entschwand vorerst in Richtung Florida, um Urlaub zu machen. Und vorher vielleicht doch noch zu einem Bierchen.

Bilderstrecke zum Thema

Unter Kleeblättlern: "Nervlich waren wir total fertig"

Die SpVgg Greuther Fürth hat den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. Bis zum Schluss war es eine wahre Nervenschlacht, am Ende reichte das 1:1-Unentschieden beim 1. FC Heidenheim aber aus. Nicht nur die Profis, sondern auch die Fans zeigten sich entsprechend erleichtert.


 

Alexander Pfaehler E-Mail

12

12 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport