Sonntag, 18.11.2018

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Helfer aus Passion

Radsport trauert um Gundermann - 11.11.2010 20:21 Uhr

Fritz Gundermann: Radsport-Fan und Club-Anhänger. © Marr


Sie sind die stillen Helfer im Hintergrund, ohne die landauf, landab auf den Sportplätzen und in den Sporthallen nichts funktionieren würde. Wochenende für Wochenende opfern sie ihre Zeit, packen mit an, springen kurzfristig ein und sind stets als Erstes im Gedächtnis, wenn der Vereinsvorstand sich fragt: „Wer könnte das jetzt schnell noch übernehmen?“

Fritz Gundermann war einer von diesen stillen Helfern, nach langer, schwerer Krankheit verstarb er jetzt im Alter von 83 Jahren. Als ehrenamtlicher Sanitäter des BRK-Nürnberg hatte der Verstorbene über 40 Jahre lang bei allen Radsportveranstaltungen der Region auf Bahn und Straße mitangepackt. Seine Begeisterung für den Radsport war ebenso groß wie für den 1. FCN, kaum ein Heimspiel versäumte er.

„Ich freue mich, wenn ich bei den Radrennen als Sani nur sehr selten gebraucht werde, denn dann habe ich Zeit, anderweitig zu helfen“, sagte Gundermann oft, der als Mitglied des Vereins Sportplatz bei den Bahnrennen am Reichelsdorfer Keller als „Mann an der Glocke“, als Masseur und Mechaniker einsprang.

„Auf Fritz ist absolut Verlass“, hatte Toni Auer, der frühere Bahnchef vom Reichelsdorfer Keller, bestätigt, als er Gundermann vor zwölf Jahren für seine unermüdliche Mitarbeit dankte. Mehrere fränkische Radsportgenerationen werden den stets freundlichen Idealisten nicht vergessen. 

Manfred Marr

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