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Klaglos in Köpenick: Köllner-Club ist bereit für Berlin

Der Altmeister trifft in der Hauptstadt auf "eine Supermannschaft" - 17.03.2017 13:33 Uhr

"Ich bin froh, dass wir drei Neuner haben", erklärt Club-Coach Michael Köllner und meint damit auch Dominic Baumannn. © Sportfoto Zink / DaMa


Es steht viel auf dem Spiel für Michael Köllner. Am Montagabend gastiert der FCN bei Union. Gewinnen die Köpenicker, ist Köllner der erste Club-Trainer seit 97 Jahren, der ein Spiel gegen Union verliert.

"Diesen Druck", sagt Köllner, "werde ich schon aushalten." Ganz ernst war das alles natürlich nicht gemeint. Aber die Statistik ist schon erstaunlich. Im Jahr 1920, als das schöne neue Stadion, die Alte Försterei in Köpenick, fertig war, lud man den 1. FC Nürnberg zur Eröffnung ein. Union, das damals noch Union Oberschöneweide hieß, gewann mit 2:1, es war der erste, einzige und letzte Sieg der Eisernen über Nürnberg. Man traf sich 1940 noch einmal im Pokal-Achtelfinale (1:0 für Nürnberg), anschließend aber erst nach dem Mauerfall wieder. Von seither sieben Zweitligaspielen gewann der Club sechs (bei einem Remis).

Diesmal allerdings geht die Reise zu einem Tabellenzweiten, der FC Union hat zuletzt fünf Mal hintereinander gewonnen, steht vor seinem ersten Aufstieg in die Bundesliga und verfügt über "eine Supermannschaft", wie Nürnbergs Trainer findet. "Gefestigt mit einer seit Wochen eingespielten Stammformation" beschreibt Köllner die Köpenicker, "ein brutales Gegenpressing" mache jedem Gegner zu schaffen.

Trotzdem: "Wir wollen ihr System gut bespielen und nach vorne Akzente setzen", verspricht Köllner, "ein gutes Ergebnis" wünscht er sich und meint damit natürlich nicht eine ehrenwerte Niederlage.

Klagen ist nicht Köllners Ding

Wer das Ergebnis erstreiten soll, ließ Köllner zur Pressekonferenz am Freitag noch offen, alle 22 verfügbaren Profis stehen auf dem Trainingsplatz, und dass mit dem gegen Bielefeld gesperrten Hanno Behrens ein Eckpfeiler ins Team zurückkehrt, darf man zumindest stark annehmen. "Leider kann ich nur elf Spieler aufstellen", sagt Köllner auch - der auffällig nicht über Absenzen klagt, er verliert kein Wort über die prominenten Abgänge der vergangenen Monate, auch nicht über Guido Burgstaller.

"Ich bin froh, dass wir drei Neuner haben", sagt er zum Beispiel über die Position des Mittelstürmers, um die Michael Ishak, Tim Matavz und Dominic Baumann, eines der vielen jungen Gesichter im Team, intern wetteifern - derzeit mit Vorteilen für Ishak. 

"Wir haben schon noch einiges vor"

Ein etwas älteres Gesicht wird man weiter hinten sehen. Im Tor steht einer, der den Club "jahrzehntelang" geprägt hat (so Köllner), nämlich der 38 Jahre alte Raphael Schäfer. Thorsten Kirschbaum soll während der nach Berlin anstehenden Länderspielpause wieder ganz gesund werden, dann, so Köllner, sehe man weiter. So oder so: "Wir haben schon noch einiges vor in dieser Saison." 

Hans Böller

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