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Kleeblatt-Debütant Cigerci ist "ein guter Kicker"

Teamkollege Gjasula lobt, Trainer Radoki fordert mehr Abschlüsse - 18.05.2017 11:57 Uhr

Kleeblatt-Coach Janos Radoki verlangt, dass Tolcay Cigerci im Abschluss stärker wird. Probiert der Spieler ja! © Sportfoto Zink / WoZi


Bei Fürths Zweitvertretung, in einer Mannschaft, die in dieser Saison keinen höheren Ansprüchen genügt und um den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern bangen muss, war Cigerci nur einer von vielen. Fraglos talentiert, zweifellos, recht viel mehr aber auch nicht.

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"Auf der Reeperbahn beim 1:1" - so oder so ähnlich dürften die Fürther Anhänger den Ausflug in den berühmt-berüchtigten Stadtteil Hamburgs besungen haben. Neben dem Punkt sprangen für die Spieler auch ganz ordentliche Noten heraus - nur ein pfeilschneller Stürmer erwies sich am Sonntag eher als lahme Ente.


Kurzfristiges Kader-Glück

Die anhaltende Personalmisere beim fränkischen Fußballzweitligisten ließ den in Nordenham vor den Toren Bremens geborenen Deutsch-Türken vor dem Gastspiel in Hamburg nun kurzfristig in den Kader rutschen. Eigentlich wollte Trainer Janos Radoki mit Stefan Maderer einen Stürmer zum Kick auf dem Kiez mitnehmen, doch der verletzte sich zwei Tage vor dem Spiel der Profis im kleinen Derby gegen den Club und konnte die Reise in den Norden nicht antreten. Die Chance für Cigerci, sich zu präsentieren, war dann endgültig greifbar, als Adam Pinter in der Halbzeit gegen St. Pauli passen musste.

Für ihn rückte Cigerci ins rechte Mittelfeld und sollte dort für Torgefahr sorgen. Mit den spielstarken Jurgen Gjasula und Robert Zulj harmonierte der 22-Jährige sehr ordentlich. Von Aufregung oder gar übergroßer Nervosität war beim Debütanten nichts zu spüren, Cigerci fügte sich nahtlos ein. Ein paar nette Dribblings, gute Spielverlagerungen – der Mittelfeldspieler ließ den Ball laufen. "Ein guter Kicker", lautete etwa das anerkennende Urteil von Gjasula.

Radoki erkennt "Nachholbedarf"

Trainer Radoki sah das schon weitaus differenzierter, auch etwas abseits von dem 45-minütigen Auftritt. Immer mal wieder ließ Radoki in den vergangenen Monaten das Talent im Training der Profis vorspielen, und ein großes Defizit war dabei wie auch gegen St. Pauli zu sehen: Cigerci suchte zwar immer wieder den Weg zum Tor, wirklich zwingend war das freilich nicht, was dabei herauskam. "Auf dieser Position braucht man aber Abschlussqualitäten", stellte Radoki klar: "Da hat er noch extrem Nachholbedarf."

Eine Blitzbeförderung dürfte Cigerci also nicht ins Haus stehen. Ob das in Wolfsburg ausgebildete und im Januar von den HSV-Amateuren nach Fürth gewechselte Talent den Weg seines älteren Bruders Tolga geht, scheint zumindest fraglich. Der wechselte im letzten Sommer von
Hertha BSC für eine Millionenablöse zu Galatasary Istanbul.

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Ein Zulj reicht nicht: Kleeblatt kickt 1:1 auf dem Kiez

Die SpVgg Greuther Fürth reist mit einem Punkt im Gepäck aus Hamburg zurück: Das Kleeblatt trennte sich am Sonntag 1:1 vom FC St. Pauli. Nachdem Robert Zulj vor der Halbzeit zur Fürther Führung traf, glich Lasse Sobiech in der 70. Minute per Kopf aus.


 

Florian Pöhlmann

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