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Nach Dämpfer: Brose-Boys wollen gegen Gießen glänzen

Der Meister geht nach intensiver Fehleranalyse in sein erstes Heimspiel - 03.10.2017 08:04 Uhr

Noch sind Brose-Boys um Trainer Andrea Trinchieri auf der Suche nach der richtigen Form. © Daniel Karmann/dpa


"Wir haben intensive Fehleranalyse betrieben. Ich bin mir sicher, dass wir am Dienstag anders auftreten werden", verspricht Bambergs Nationalspieler Maodo Lô eine deutliche Leistungssteigerung für die anstehende Heimpremiere in der BBL-Spielzeit 2017/2018. Der Guard, der am Freitag beim Saisoneröffnungsspiel seiner Farben in Würzburg mit 16 Punkten zum Topscorer avancierte, die knappe Niederlage jedoch nicht verhindern konnte, zeigte sich bereits nach dem Schlusspfiff in Würzburg sehr selbstkritisch. "Wir wissen, dass wir nicht gut gespielt haben. Die Verteidigung war unser größtes Problem. Entweder haben wir gefoult oder einfache Körbe zugelassen. Wir haben es nicht geschafft die Würzburger zu stoppen. Vorne waren wir oftmals ein bisschen zu wild, ohne Struktur. Man hat gesehen, dass wir gerade erst zusammengekommen sind. Nichtsdestotrotz müssen wir das besser managen", legte Lô nach Spielschluss den Finger schonungslos in die offene Bamberger Wunde.

Intensives Training nach schwerem Auswärtsspiel

In der Tat hatten die Oberfranken trotz einer guten Anfangsphase über weite Strecken der Partie enorme Schwierigkeiten - vor allem defensiv und im Rebound - und kamen erst im Schlussviertel besser in Schwung. Dort kämpfte sich Bamberg über Lô sowie die beiden Neuzugänge Daniel Hackett und Augustine Rubit (neun Rebounds) noch einmal bis auf drei Zähler heran, doch Würzburg behielt von der Freiwurflinie die Nerven und sicherte den Sieg (der erste Derbysieg überhaupt für die Unterfranken).

Coach Andrea Trinchieri nahm seine Spieler nach diesem "schwierigen Auswärtsspiel" zwar teilweise in Schutz, erkannte allerdings auch, dass der Sieg durchaus im Bereich des Machbaren lag. "Unsere Mannschaft ist noch nicht bereit. Trotzdem hätten wir das am Ende besser machen müssen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns", analysierte der Italiener nach Spielschluss. Am Wochenende ließ der Übungsleiter seinen Worten Taten folgen und absolvierte zur Vorbereitung auf das nächste Spiel intensive Trainingseinheiten mit seiner Mannschaft.

Gießen kommt auch mit Auftaktniederlage in die Domstadt

An diesem zweiten Spieltag muss jedoch nicht nur Brose Bamberg seine Wunden lecken. Auch der Kontrahent aus Gießen startete mit einer Niederlage in die Saison - und was für einer. In eigener Halle kam das Team des neuen 46ers-Coach Ingo Freyer gegen den FC Bayern deutlich mit 53:87 unter die Räder. Trotzdem haben die Hessen, die ebenfalls beinahe runderneuert in ihr 50jähriges BBL-Jubiläum starteten, den Bambergern nach dem ersten Spieltag das ein oder andere voraus: Zum Beispiel weisen die Lahnstädter aktuell eine bessere Dreier- und Freiwurfquote als der Meister auf.

Auch in Sachen Ballgewinne stehen die Gießener statistisch derzeit vor den Oberfranken. Allen voran Jahenns Manigat, der im Sommer fast schon weg gewesen wäre, dann allerdings doch aufgrund anhaltender Verletzungsausfälle zunächst für drei Monate zurückgeholt wurde, beweist schnelle Hände. Mit fünf der sieben Gießener Steals gegen München stellte der kanadische Guard einen Liga-Bestwert auf. 46ers-Topscorer der Auftaktpartie wurde Benjamin Lischka mit zehn Punkten, während Gießens Königstransfer, John Bryant, gegen sein Ex-Team kaum ein Bein auf den Boden brachte (zwei Punkte und ein Rebound).

Angesichts der Münchner Überlegenheit ist es keine Überraschung, dass Coach Freyer deutlich Luft nach oben sah: "Wir werden uns nun auf Bamberg vorbereiten und an den Dingen arbeiten, die heute nicht geklappt haben. Das Umschaltspiel ist eines dieser Dinge, die wir in Bamberg besser machen wollen."

Hickman und Mitrovic stehen bereit

Beide Mannschaften stehen vor dem zweiten Spieltag also mit dem Rücken zur Wand. Bamberg als amtierender Double-Champion steht vor dem eigenen Anhang dabei sicherlich etwas mehr unter Druck. Für das Spiel am Tag der deutschen Einheit kann Andrea Trinchieri aus dem Vollen schöpfen. Ricky Hickman und Luka Mitrovic, die in Würzburg beide noch aussetzten, stehen bereit und könnten dem Team helfen. Wen seiner acht Auslandsprofis Trinchieri am Ende ins Aufgebot beruft, ist noch offen. 

Benjamin Strüh

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