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Norisring naht: Veranstalter gibt beim Aufbau Vollgas

Ab Freitag rasen die pfeilschnellen Boliden wieder durch Nürnberg - 29.06.2017 16:13 Uhr

Nur die Steintribüne steht schon - den Rest, wie zum Beispiel Reifenstapel, Tribünen und Betonwände, müssen die rund 350 Helfer am Norisring noch aufbauen. © Ralf Rödel


Noch gleicht das Areal rund um die Steintribüne einer riesigen Baustelle, doch ab Freitag (Live-Blog des gesamten Rennwochenendes auf nordbayern.de) dröhnen hier wieder die Motoren, diesmal unter stark verschärften Sicherheitsvorkehrungen.

Für alle Beteiligten sei es jedes Jahr wieder eine große Herausforderung, diese Großveranstaltung auf die Beine zu stellen, betont Organisationsleiter Wolfgang Schlosser. "Es wird ja die komplette Rennstrecke von uns aufgebaut. Wir starten bei Null, nur die Steintribüne ist schon da." Welche Arbeiten da zu bewältigen sind, demonstriert Schlosser mit einigen Zahlen: So müssen die 350 Helfer 20.000 Tribünenplätze aufbauen, zwei Kilometer Betongleitwände mit speziellen Fangzäunen installieren und 350 "Reifensixpacks" mit je sechs mal sechs Reifen verschrauben und entlang der Strecke montieren.

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Faszination Norisring: Autos, Kurven und viel Geschichte

Am 18. Mai 1947 - also nicht lange nach dem zweiten Weltkrieg - fand das erste Rennen rund um die Zeppelintribüne in Nürnberg statt. Damals rauschten nur Motorräder über die Strecke, ein Jahr später dann auch Autos. Bis heute ist die Faszination Norisring ungebrochen. Bilder aus sieben Jahrzehnten Motorsport.


Während diese Maßnahmen der Sicherheit der Fahrer dienen, kommen weitere Arbeiten dazu, die der Angst vor terroristischen Anschlägen geschuldet sind. Dazu gehören "Nizzasperren", die verhindern sollen, dass Lkws in die Menge rasen können und Taschenkontrollen. Man habe sich da eng mit der Polizei abgestimmt, betont Schlosser. Damit die Wartezeiten am Einlass nicht zu lang werden, sollten die Besucher möglichst auf Taschen und Rucksäcke verzichten, bittet der Cheforganisator.

Zu bewältigen ist das alles aus seiner Sicht nur, weil viele Ehrenamtliche im Einsatz sind. Vor allem Mitglieder des Motorsportclubs Nürnberg sorgen dafür, dass rund 130.000 Besucher drei Tage lang auf ihre Kosten kommen. Auch Schlosser selbst ist ehrenamtlich im Einsatz.

Damals stand der Motorsport im Vordergrund, heute lockt längst auch ein üppiges Rahmenprogramm die Massen. Neben den Showrooms der Automobilhersteller gehören Konzerte dazu: Am Sonntag soll die finnische Band "The Rasmus" den Norisring rocken. Im Jubiläumsjahr — vor 70 Jahren ging das erste Rennen über die Bühne — starten zudem die Tourenwagen Classics auf dem Stadtkurs, aus Schlossers Sicht einer der Höhepunkte des Spektakels. Aber auch historische Motorräder sollen die Fans begeistern. 

Silke Roennefahrt

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