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Radoki: "Wir haben Stuttgart unter Stress gesetzt"

Stimmen aus dem Ronhof: Fürth weiß, was es gegen den VfB geleistet hat. - 18.03.2017 17:42 Uhr

"Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen", sagt Kleeblatt-Coach Janos Radoki. Beim Abpfiff kam Fürths Trainer dafür dann richtig hoch in die Luft. © Sportfoto Zink / WoZi


Janos Radoki: Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen wegen der Kontersituation zu Beginn – im Anschluss an diesen Schockmoment haben wir es aber geschafft, die Stuttgarter immer wieder unter Stress zu setzen. Was das Taktische betrifft, hat die Mannschaft heute sehr flexibel agiert. Wir sind durch einen schönen Schuss von Veton in Führung gegangen und haben es dann gut verteidigt.

Wir wussten, dass Stuttgart mit extremem Feuer aus der Kabine kommen wird. Wir haben es dann auch noch 15 bis 20 Minuten gut gemacht. Es war in der zweiten Hälfte ein Abnutzungskampf im Mittelfeld. Ab der 70. Minute war es ein Powerplay – immer wieder bei hohen Bällen waren die Stuttgarter gefährlich. Stuttgart ist für mich individuell die beste Mannschaft – von daher wünsche ich ihnen den Aufstieg – nachdem sie uns jetzt diese drei Punkte überlassen haben.

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Die Spielvereinigung ist zur Zeit einfach gut drauf. Durch den 1:0-Heimsieg gegen den Tabellenführer aus Stuttgart verlängern die Weiß-Grünen ihre Erfolgsserie. In der ersten Hälfte präsentierte sich Fürth forsch im Vorwärtsgang, nach der Pause verteidigte das Kleeblatt die Führung mit Glück und Geschick. Und das gibt: gute Noten. Hier ist die Auswertung.



Balasz Megyeri: Schon zu Beginn gab es ein hohes Tempo im Spiel und beide Mannschaften haben spielerische Lösungen gesucht. Wir standen dabei sehr kompakt und Stuttgart hatte nur wenige Chancen nach Kontern. Dann hatten wir einen sehr guten Distanzschuss, der uns zum Glück in Führung gebracht hat.

Auch in der zweiten Hälfte war es ein relativ ausgeglichenes Spiel. Beide Teams haben ihre Chancen nach vorne gesucht. In den letzten 20 Minuten haben die Stuttgarter dann mehr und mehr den Druck erhöht. Sie haben viel mit langen Bällen gearbeitet und hatten einige Chancen nach Standardsituationen. Aber wir haben füreinander gekämpft und den Vorsprung gut verteidigen können. Daher können wir nun auf sieben ungeschlagene Spiele blicken. Dadurch haben wir natürlich mittlerweile auch ein großes Selbstvertrauen. Nach den Siegen gegen Hannover und Stuttgart wissen wir, dass wir auch gegen die Spitzenteams der Liga gewinnen können und das stärkt selbstverständlich den Glauben an uns.


Veton Berisha: Wir wussten bereits vor der Begegnung, dass wir gegen den VfB unsere Räume bekommen werden und das haben wir auch gut genutzt. Vor dem Tor habe ich eigentlich gedacht, dass ich zu weit entfernt vom Kasten stehe, aber dann habe ich es einfach mal probiert und es hat genau gepasst.

Ich habe zwar ein Tor gemacht, aber trotzdem nicht mein bestes Spiel gemacht. Dafür haben wir aber alle sehr viel gearbeitet und uns viele Chancen herausgespielt. Wir hätten natürlich auch noch mehr Tore machen müssen. Nach der Führung haben wir natürlich auch gewusst, dass die Stuttgarter nun mehr Druck machen werden, aber unsere Verteidiger haben es gut gemacht. Wir haben unter dem Strich ein tolles Spiel abgeliefert. Gegen den Tabellenführer ist es bekanntlich nicht einfach und deshalb natürlich ein besonderer Sieg. Damit ist uns auch die Revanche für die bittere Hinspiel-Niederlage gelungen. Wenn wir nach der Länderspielpause so weitermachen, dann können wir noch viele Punkte holen. Dann müssen wir aber im Training und in den Spielen mit einer ähnlichen Intensität antreten wie in den vergangenen Wochen.

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Berisha packt den Hammer aus. Was war das für ein Schuss von Fürths Kraftwürfel?! Davor und danach beeindruckt das Kleeblatt gegen die Schwaben mit couragierter Spielweise und hält in der zweiten Hälfte auch den vehementesten VfB-Angriffen stand. Der Rest ist Ronhof-Party, die besten Bilder!



Hannes Wolf (VfB-Coach): Glückwunsch an Fürth und an Janos. Wir hatten uns vorgenommen, besser ins Spiel zu kommen. Dann kommen wir mit dem Distanzschuss in Rückstand. Dann war es schwierig, wir konnten uns aus dem Pressing nicht so befreien. Fürth war sehr ballsicher und hat verdient geführt. Nach der Pause war die Mannschaft dann dominant, wir haben viel in der gegnerischen Hälfte gespielt. Es ist enttäuschend, weil wir uns was ganz anderes vorgenommen hatten.

  

apö

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