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Rückschlag für Ronhof-Japaner: Ideguchi fehlt Fürth

Kreuzbandgeschädigte Kreativkraft muss beim Kleeblatt kürzer treten - 08.01.2019 12:50 Uhr

Dort war's passiert: In Dresden wurde Yosuke Ideguchi Kreuzband schwer in Mitleidenschaft gezogen. © Sportfoto Zink / WoZi


Der Leihspieler vom englischen Erstligisten Leeds United, der erste Japaner in der Vereinsgeschichte des Kleeblatts, hatte sich Anfang Oktober im Zweitligaspiel beim Spiel in Dresden das hintere Kreuzband gerissen. Für gewöhnlich wird dieser langwierigen Verletzung mit einer Operation begegnet, und die Ruptur durch eine so genannte Kreuzbandplastik behoben. Weil aber im Knie ausschließlich das eine Band betroffen war, entschied man sich, die Verletzung konservativ zu behandeln und den Stabilitätsverlust mit dem Aufbau zusätzlicher Muskelmasse um das Gelenk herum zu kompensieren. Der gewünschte Nebeneffekt: Die Ausfallzeit wird im günstigsten Fall mehr als halbiert.

"Man entscheidet sich eben für einen Weg", sagt Rachid Azzouzi zum nicht mehr ungewöhnlichen Vorgehen. Joshua Guilavogui vom Bundesligisten VfL Wolfsburg hat eben erst diesen Weg erfolgreich gewählt. Der französischer Nationalspieler stand nach zweieinhalb Monaten schon wieder im Kader von Ex-Fürth-Coach Bruno Labbadia, bei dem sich Fürths Sportdirektor zuvor auch erkundigt hatte.

Azzouzi war am Tag der Anreise ins Trainingslager in Belek auch noch recht zuversichtlich und sah den Japaner schon bald wieder mit dem Team trainieren. Mit großem Fleiß habe sich der Mittelfeldspieler durch die Winterpause geplagt und das Knie in Form gebracht. Über das Pensum Ideguchis konnte Azzouzi beim Studium der Trainingspläne nur anerkennend staunen. Doch auch auch am Dienstag war Ideguchi auf dem Trainingsplatz nicht zu finden. "Er hat einen Rückschlag erlitten", klärte Azzouzi auf. Das Knie schmerzt wieder und ist angeschwollen. Der mit zwölf Länderspielen dekorierte 22-Jährige wird nun erneut eingehend untersucht. 

"Es ist eben auch immer viel Hoffnung dabei", meinte Azzouzi einigermaßen zerknirscht. Die Kaderplanung wird ihm durch dieses personelle Fragezeichen deutlich erschwert. Im schlimmsten Fall müsste Ideguchis doch noch operiert und im Knie ein künstliches Kreuzband eingesetzt werden. Dann wäre die Saison für den lediglich bis Sommer ausgeliehenen Mittelfeldspieler aber gelaufen.

Keita-Ruel läuft nur 

In Belek musste am Dienstag noch Mario Maloca (feste Wade) und Maximilian Wittek (Prellung) beim Vormittagstraining aussetzen. Der leicht erkältete Daniel Keita-Ruel sowie die beiden Rekonvaleszenten Shawn Parker und Elias Abouchabaka drehten lediglich Runden um den Trainingsplatz. Zumindest aus der Heimat erreichen Azzouzi gute Nachrichten, die er nur mit Vorsicht weitergibt: "Ich traue es mich fast nicht zu sagen, aber Tobias Mohr macht gute Fortschritte." Der 23-Jährige erholt sich von einem Innenbandanriss im Knie sowie einer Verletzung des Meniskus. 

 

Stefan Jablonka

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