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Spielersteckbrief: Hiroshi Kiyotake

23.07.2012 12:02 Uhr

Hiroshi Kiyotake

Hiroshi Kiyotake © Sportfoto Zink


Position: Mittelfeld

Im Verein seit: 2012

Geboren am: 12.11.1989

Größe (cm): 172

Gewicht: 63

Spiele/Tore 1. Bundesliga: 31/4

Spiele/ Tore 2. Bundesliga: -/-

Nation: Japan

Länderspiele: 16 für Japan 

Bisherige Vereine: Cerezo Osaka (01/2010-2012), Oita Trinita (01/2004-12/2009), Katiora FC (01/2002-12/2003) 

Kurzportrait:  Schon Kiyotakes Vorstellung im Juli 2012 geriet zu einem solch gewaltigen Medienereignis, dass Erinnerungen an die Köpke-Rückkehr zwölf Jahre zuvor wach wurden. Auch zahlreiche Kamerateams aus Japan waren zugegen und bestätigten den Eindruck, dass seit Dortmunds Transfer-Coup mit Shinji Kagawa Fußballer aus dem Land der aufgehenden Sonne in der Bundesliga en vogue sind. Bei seinen Ex-Vereinen in Japan und auch in der Nationalmannschaft hat “Kiyo“ bereits die Pass- und Assistgeberqualitäten unter Beweis gestellt, die ihn in Nürnbergs Kreativzentrale für die Didavi-Nachfolge befähigen.

Die ersten Kostproben, die der wendige, technisch versierte Taktgeber im Club-Dress gab, machten Lust auf mehr. Bei einem Test in Bamberg glänzte Kiyotake, der einen Vertrag bis 2016 unterschrieben hat, mit Übersicht, Spielwitz und Ballmitnahmen im höchsten Tempo.

Nach dem olympischen Fußball-Turnier, an dem der kleine Wirbelwind teilnahm, stellte Kiyotake seine kreative Schaffenskraft ertsmals beim 1:0-Sieg in Hamburg unter Beweis. Nach seinem Sahne-Auftritt in Glabach, als er mit zwei Assists und vor allem seinem Premieren-Treffer in Deutschlands höchster Spielklasse die Fußball-Gourmets verzückte, landete jedoch auch der Überflieger bei Nürnbergs anschließender Negstivserie auf dem harten Boden des Bundesliga-Geschäfts. Zeichen eines erneuten Aufschwungs gab es für Kiyotake indes beim 1:0-Heimsieg gegen Wolfsburg wie auch bei der unnötigen 1:2-Niederlage in Mainz. Beim 4:2 gegen Hoffenheim wurde aus dem Aufschwung Überschwang: Der Filigrantechniker garnierte eine große, bunte Kiyotake-Show mit einem Traumtor und einem weiteren Treffer, der von der DFL vorrübegehend zu Unrecht als Eigentor gewertet wurde. Weitere Kiyo-Schmankerln dürften in der Rückrunde folgen, zumal der Japaner nach einem strapaziösen Fußball-Jahr erholt auf dem Fußballplatz zurückerwartet wird. Beim 2:1-Heimerfolg gegen Gladbach gefiel Kiyotake nicht nur als Vorlagengeber beim 2:0, sondern bereits zuvor, als er auf der Linie den möglichen Ausgleich der Fohlen verhinderte.

Im nachfolgenden Heimspiel gegen Hannover (2:2) schraubte der Japaner die Statistik nach oben, der zur Folge Club-Tore häufig aus ruhenden Bällen resultieren: Freistoß Kiyotake, Kopfball-Verlängerung Klose - 1:1. Wieder mal selbst erfolgreich im Abschluss präsentierte sich Kiyo beim 2:1 in Augsburg, als er Essweins Hereingabe mit brillianter Schusstechnik platziert veredelte und den FCN damit in Front brachte. Auch beim Heimerfolg gegen Schalke machte sich der Japaner um den Club verdient: Erst assistierte er Esswein beim 2:0, jagte das Spielergerät wenig später an die Querlatte und betätigte sich kurz vor Abpfiff per brillantem Außenristpass noch ein zweites Mal als Vorlagengeber. Auch im Anschluss waren Torbeteiligungen von Kiyotake die Regel: Gegen Wolfsburg war Per Nilsson einmal, gegen Mainz zweimal der Nutznießer. Zu Gast bei der TSG Hoffenheim hatte eine Freistoßflanke von Kiyo einen Elfmeter - nachfolgend von Timmy Simons verwandelt - zur Folge. Abgesehen von solchen Standards ließen die Leistungen des Japaners zum Saisonende hin allerdings nach. Ungeachtet davon duften Kiyo - überdies nach der letzten Runde von den nordbayern.de-Usern zum Spieler der Saison gewählt -  und seine "Blue Samurai" kurz darauf als erstes Team auf dem sportlichen Weg die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien feiern.     

              

  

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