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Taylor unterstreicht Bambergs Plan in Böhmen

"Wir wollen unbedingt gewinnen", sagt der Rückkehrer vor dem Nymburk-Spiel - 20.11.2018 10:03 Uhr

Eine echte Unterstützung: Bryce Taylor wird die Bamberger in Tschechien nicht nur von der Seitenauslinie antreiben. © Sportfoto Zink / HMI


Die Bamberger weisen derzeit nach ihrer jüngsten Heimniederlage gegen Hapoel Jerusalem (85:88) eine ausgeglichene Bilanz auf (3:3) und haben den vierten Platz inne. Dieser berechtigt gerade noch so zum Einzug in die nächste Runde. Da will auch das Team aus Nymburk hin. Die Tschechen haben aktuell noch einen Sieg weniger als Brose auf dem Konto, was diesem Duell zum Abschluss der Hinrunde fast schon eine vorentscheidende Bedeutung zukommen lässt. Gerade auch deshalb ist es wichtig, dass sich Nikos Zisis & Co. nicht vom Tabellenstand der Tschechen (Platz sieben) täuschen lassen. Die Truppe von Coach Oren Amiel hat bereits bewiesen, dass man mithalten kann: Gegen das Topteam von AEK unterlag man nur mit einem Punkt (92:93). Am letzten Spieltag nahm Nymburk durch ein 72:71 zwei Punkte aus Fuenlabrada mit.

Starke individuelle Scorer

Bester Punktesammler der Korbjäger aus Mittelböhmen ist Vojtech Hruban mit 18,5 Punkten im Schnitt. Im Spielaufbau zieht bei Nymburk ein alter Bekannter aus der Bundesliga die Fäden: Der ehemaligen Bonner Spielmacher Eugene Lawrence lenkt die Offensive und füttert seine Nebenleute pro Begegnung mit sechs Assists. Doch auch das Scoren hat der bullige Guard nicht verlernt und schreibt sich zusätzlich noch zehn Zähler pro Partie in die Statistik. Gegen Lietkabelis streute er sogar deren 21 ein. Trotz dieser beiden Scoring-Asse stellt Nymburk mit 76,7 Punkten die zweitschwächste Offensive der Gruppe.

Konzentration beim Ballvortrag und Rebounding

Hierbei und auch in allen weiteren offensiven Schlüsselstatistiken liegt Bamberg vorne. Um aus diesen Vorteilen Kapital zu schlagen, müssen die Brose-Jungs vor allem besser auf den Ball aufpassen (Nymburk verzeichnet durchschnittlich acht Steals pro Partie). Die Mannen aus der Stadt 40 km nordöstlich von Prag genieren aus Ballverlusten des Gegners 15 Punkte - und zuletzt gingen die Oberfranken fast schon fahrlässig mit dem Spielgerät um. Am vergangen Sonntag, bei der knappen 88:92-Niederlage in Berlin, schmissen die Domstädter satte 21 Mal den Ball weg und brachten sich so selbst um den Sieg. Ein weiterer Punkt, der von den Deutschen höchste Konzentration einfordert, ist das Rebounding: Nymburk kommt auf starke 43 Rebounds pro Spiel, allein 14 davon greifen die tschechischen Big Man am offensiven Brett ab.

Bryce Taylor is back!

Neben dem Spiel in der tschechischen Hauptstadt freuen sich die Brose-Fans, die das Team begleiten, natürlich auch auf die Rückkehr von Bryce Taylor auf das internationale Parkett. Der Shooting Guard feierte am Sonntag in Berlin nach 350 Tagen Verletzungspause sein Comeback und führte sich gut ein. "Es ist toll wieder auf dem Parkett zu stehen. Die letzten Monate waren für mich nicht einfach. Ich freue mich nun auf die anstehenden Spiele und hoffe, dass ich mich schnellstmöglich integrieren kann", strahlte der Deutsch-Amerikaner nach seinen ersten BBL-Minuten seit dem 3. Dezember 2017.

Sein letzter internationaler Einsatz datiert vom 30. November 2017, bei der 73:82-Niederlage gegen Khimki Moskau in der Euroleague. "In Berlin haben wir schlecht verteidigt. Das müssen wir gegen Nymburk definitiv besser machen. Ansonsten wird es wichtig sein, dass wir versuchen unser Spiel über die vollen 40 Minuten aufs Parkett zu bringen. Wir wollen hier unbedingt gewinnen", zeigt sich Bambergs "Flight 44" im Vorfeld spiel- und angriffslustig.

Bevor es Ende November in die Nationalmannschaftspause geht, steht für Brose Bamberg am Sonntag (25.11.) noch das Liga-Heimspiel gegen Science City Jena auf dem Programm. Danach geht es für die Oberfranken erst am 8. Dezember beim BBL-Aufsteiger in Crailsheim weiter. 

Benjamin Strüh

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