Unglückliches 85:88! Bamberg unterliegt Jerusalem

14.11.2018, 23:18 Uhr
Trotz der 26 Punkte von Augustine Rubit musste sich Bamberg Jerusalem geschlagen geben.

© Sportfoto Zink / HMI Trotz der 26 Punkte von Augustine Rubit musste sich Bamberg Jerusalem geschlagen geben.

Beide Mannschaften konnten zunächst ihren Offensivschwung aus den Partien in der jeweiligen heimischen Liga vom Wochenende mit in diese Begegnung nehmen und boten den Zuschauern in den ersten zehn Minuten jede Menge erfolgreiche Offensiv-Aktionen. Daneben verstanden es die Mannen von Coach Ainars Bagatskis phasenweise auch, in der Defensive ordentlich zuzupacken und erzwangen so allein im ersten Viertel fünf israelische Ballverluste. Diese nutzte der Hausherr zwar zu einer zwischenzeitlichen Sieben-Punkte-Führung (24:17, 8. Min.), doch danach zeigten die Gäste aus dem Nahen Osten, dass sie zurecht als Tabellenführer der Gruppe C angereist waren.

Durchweg Bamberger Scoring-Vorteile

Insbesondere nach der ersten Viertelpause erhöhte Jerusalem die Intensität in der Verteidigung und machte Bamberg das Scoren schwer. Dies galt aber auch auf der Gegenseite, sodass das zweite Viertel deutlich weniger zählbaren Erfolg zu verzeichnen hatte. Dank Augustine Rubit und Stevan Jelovac, die Bamberg in den ersten 20 Minuten offensiv anführten und Jerusalems Topwerfer Tamir Blatt und Josh Owens neutralisierten, konnten die Oberfranken ihre zumeist knappe Führung bis zur Halbzeitsirene verteidigen - trotz zehn eigener Turnover stand ein 43:41 auf dem Anzeigewürfel.

Nach dem Seitenwechsel schickten sich beide Duellanten an, ihr bisher ausgeglichenes Kräftemessen unbeirrt weiter fortzusetzen. Unter anderem durch zwei spektakuläre Vier-Punkte-Spiele von Stevan Jelovac hatte der Gastgeber dabei stets leichte Vorteile und das Gefühl eines knappen Vorsprungs im Rücken - doch Jerusalem ließ sich nicht abschütteln. Vor allem durch ihre zahlreichen Offensivrebounds blieb das Team um Ex-NBA-Superstar Amar´e Stoudemire immer brandgefährlich. Insgesamt erlaubten sich die Bagatskis-Jungs aber weniger Fehler und hielten ihren Vorsprung stets zwischen drei und sieben Zählern.

Brose völlig von der Rolle

Im Schlussabschnitt schien sich das Blatt dann allerdings zugunsten der Gäste zu wenden. Begünstigt durch ein unsportliches Foul von Arnoldas Kulboka startete Jerusalem eine Aufholjagd und ging 7:46 Minuten vor dem Spielende mit 71:70 in Front. Durch den Führungswechsel und die aufgeheizte Stimmung in der Halle gegen sich zusätzlich angestachelt, gingen die Israelis in der Folge deutlich härter (defensiv) und engagierter (offensiv) zu Werke, was den Bambergern offensichtlich nicht schmeckte. Bis auf 76:70 zog der Gast davon, ehe Ruit den Bamberger Offensivfluch von der Linie durchbrach.

Leichte Abschlüsse und Offensivrebounds

Die Oberfranken erweckten jetzt mehr und mehr den Eindruck, als seien sie völlig von der Rolle und hätten den roten Faden des Spiels komplett verloren. Einzig Augustine Rubit, der die Partie wieder einmal mit 26 Punkten als Topscorer beendete, konnte sich erfolgreich zur Wehr setzen. Abgesehen von Jelovac, der 20 Zähler sammelte, bekam Bambergs US-Forward allerdings viel zu wenig Unterstützung im Angriff - im Gegensatz dazu: Auf Jerusalems Seite schafften sechs Akteure eine zweistellige Punktausbeute.

Neben ihrer Ausgeglichenheit wusste Jerusalem, das vor allem im Schlussviertel immer wieder zu einfachen Abschlüssen in direkter Korbnähe kam, über das gesamte Spiel hinweg bei den Offensivrebounds zu überzeugen. Insgesamt zwölf Mal sicherten sich die Israelis zweite Wurfchancen, die sie dann nutzen konnten. Brose Bamberg versuchte zwar bis zum Schluss mit allem dagegen zu halten, was man hatte, am Ende musste der neunfache deutsche Meister aber in eine knappe und unglückliche 85:88-Niederlage einwilligen.

Brose Bamberg: Rubit (26 Punkte), Jelovac (20), Rice (8), Heckmann (8), Zisis (6), Stuckey (5), Harris (5), Alexander (5), Kulboka (2), Schmidt

Hapoel Bank Yahav Jerusalem: Feldeine (18), Owens (17), Brown (13), Thoms (12), Stoudemire (11), Blatt (10), Johnson (4), Butler (3), Ohayon

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