Dienstag, 20.11.2018

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Eine Brauerei für zwei Städte

Tucher Bräu eröffnet neues Sudhaus auf der Grenze zwischen Nürnberg und Fürth - 25.09.2008

Kostprobe gefällig? Fürths OB Thomas Jung (Mitte) und Rosely Schweizer, Gesellschafterin der Oetker KG (rechts), testen das Tucher-Bier aus dem neu eröffneten Sudhaus. © Scherer


Für den Neubau hat die Brauerei 23 Mio. € ausgegeben. Auf 94 000 Quadratmetern ist hier ein Sudhaus entstanden mit vier großen Sudkesseln und 28 Gärtanks, in denen je 2600 Hektoliter Gerstensaft reifen können. Das Ziel der Brauer ist ehrgeizig: 700 000 Hektoliter Bier wollen sie hier pro Jahr herstellen - das sind knapp 20 000 Liter am Tag.

Damit Tucher nicht auf seinen Erzeugnissen sitzen bleibt, versprach Nürnbergs Oberbürgermeister (OB) Ulrich Maly zur Eröffnung: «Wir werden beim Konsum kräftig mithelfen.» Seine Stadt kann sich in Zukunft über neue Gewerbesteuereinnahmen freuen: Bedingt durch die Lage auf der Stadtgrenze werden diese brüderlich zwischen den Nachbarn aufgeteilt. Auch Fürths OB Thomas Jung sprach deshalb von einem «ganz bemerkenswerten Ereignis», mit dem die «jahrhundertealte Brautradition der Region» fortgesetzt wird.

Erst vor einem Jahr hatten die beiden OBs den ersten Spatenstich für die neue Brauerei gesetzt, die nun mit viel moderner Technik glänzt. Das Bier wird in einem geschlossenen System gebraut, so dass kein Malzgeruch nach außen dringt. Die Qualität des Gerstensafts wird in zwei neuen Labors überprüft, außerdem züchtet Tucher eigene Hefekulturen.

Auch in Energiefragen fungiert die Brauerei als Vorbild: Der Neubau spart 50 Prozent an Gas, Strom und Wasser. Rosely Schweizer vom Oetker-Konzern, zu dem Tucher als 100-prozentige Tochter der Radeberger Gruppe gehört, sprach deshalb von «einer der modernsten Brauereien Europas». Sie lobte, dass das Sudhaus «im Zeit- und Kostenplan» fertig geworden ist und bekannte sich für die Zukunft zum fränkischen Standort. 

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