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Nürnberg hat die modernste Anlage für Elektronik-Schrott

Testbetrieb bei der Firma Adamec - Start im Sommer - 07.02.2011 14:19 Uhr

Der Unternehmer Thomas Adamec tüftelte 13 Jahre lang an der Anlage. © Eduard Weigert


In der mit eigenen Erfahrung und in Eigenregie geplanten Anlage steckt ein Investitionsvolumen von rund zehn Mio. €, davon stammen 1,5 Mio. € von der Kreditanstalt für Wiederaufbau aus dem Umweltinnovationsprogramm. Der Unternehmer Thomas Adamec, Geschäftsführer der Adamec Recycling GmbH, hat 13 Jahre lang an dem Konzept getüftelt.

Noch ist die Anlage im Testbetrieb. Die Planung sieht eine jährliche Verarbeitungskapazität von mindestens 35.000 Tonnen Elektro-Altgeräten vor, bei optimaler Auslastung kann das Volumen auf 60.000 Tonnen hochgefahren werden. Adamec: „Mit unserer Investition leisten wir einen aktiven und richtungsweisenden Betrag zum Umweltschutz“. Nebenbei werden 15 neue Arbeitsplätze geschaffen.

In mehreren Schritten erfolgt die Zerkleinerung der Altgeräte bis auf Größen von weniger als einem Millimeter. Nach jedem Zerkleinerungsprozess folgt ein Trennvorgang, der die unterschiedlichen Materialien sortenrein abliefert. Am Ende bleibt nur noch ein Staubgemisch, das derzeit noch der thermischen Verwertung zugeführt wird. Um neue Verwertungsmöglichkeiten zu finden, arbeitet Adamec mit dem Fraunhofer Institut zusammen. Am Ende soll eine Recyclingquote von annähernd 100 Prozent erreicht sein.
  

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