Dienstag, 20.11.2018

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Zu wenige Berufsfahrer

Dramatische Lücke bei der Warenversorgung absehbar - 03.07.2011 19:05 Uhr

Brummis brauchen Fahrer. © André De Geare


Dies war das drastische Fazit einer Informationsveranstaltung, zu der die IGVZ Interessengemeinschaft Güterverkehrszentrum Hafen Nürnberg zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit und der Hafen Nürnberg-Roth GmbH eingeladen hatte. Ein Grund: In den nächsten acht Jahren werden rund 30 Prozent des Fahrpersonals in den Ruhestand treten.

„Der Kampf um die Talente wird härter.“ Verzweifelt sucht die Logistikbranche nach beruflichem Nachwuchs, um die „dramatische Lücke“ vor allem im Bereich der Berufskraftfahrer zu schließen — wie Beatrix Wegner für die IGVZ erläuterte.

Berufskraftfahrer rangieren in Deutschland unter den zehn meistgesuchten Berufsgruppen auf Platz fünf — noch vor Verkäufer/Verkäuferinnen, Krankenschwestern und Technikern. Der Anteil der Fahrer unter 25 Jahren liegt nur bei rund zwei Prozent des Personalbestandes. Und: Mit der Aussetzung der Wehrpflicht ist die Bundeswehr nicht mehr, wie bisher, der verlässliche „Lieferant“ von hinreichendem, ausgebildetem Nachwuchs.

In der Metropolregion Nürnberg sind 107000 Mitarbeiter der Logistikbranche insgesamt zuzuordnen (allein 24000 in der Stadt Nürnberg). Sie arbeiten in der Region in etwa 1000 Unternehmen, die zusammen auf 30 Mio. € Umsatz kommen. Die Logistik stellt in der Metropolregion mit 8,5 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten — nach dem Handel (mit 11,8 Prozent) und der Gesuundheitsbranche (11,7 Prozent) — den drittgrößten Anteil bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten“. 

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