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Wenn das Essen nervt - streu Gewürze drüber!

Wie "Dipster" die Ernährung schmackhafter machen und die Welt retten will - 13.04.2017 08:00 Uhr

Die Macher Johannes Duus, Tom Willig und Dominik Müller (v. l.) haben Großes mit "Dipster" vor. © Roland Fengler


Zwölf gibt es seit diesem Januar, eine weitere, süße Variante ist in Vorbereitung. Die Mischungen mit Namen wie "Chilli Gonzales", "Mister Mumbastik" oder "Hakuna Matata" lassen sich in Joghurt und Quark mischen, mit Öl als Marinade verwenden, sie peppen Soßen, Salate und Suppen auf, über Nudeln gestreut können sie das klassische Pesto ablösen.

Dass die Gewürzmischungen zu noch viel mehr gut sind, sollen zwei Nürnbergerinnen beweisen. So hat Ina Speck (www.inaisst.blogspot.de) mit "Hakuna Matata" schon einen Afrikanischen Erdnusseintopf gekocht und mit "Sahara Körner" einen Orientalischen Linsensalat mit Feigen, Backspezialistin Petra Hola-Schneider (www.holladiekochfee.de) will eine Gewürzmischung für Süßes ersinnen. Die beiden erfolgreichen Food-Bloggerinnen wurden als Ideengeber von Dominik Müller und seinen Mitstreitern Johannes Duus und Tom Willig engagiert. Denn mit "Dipster" haben sie Großes vor: Es soll im Idealfall Vorreiter sein für eine neue Art von Unternehmen.

Die internationalen Gewürzmischungen eignen sich sowohl für Marinade und Soßen als auch für Afrikanischen Erdnusseintopf. © Roland Fengler


Von jeder Dose (14,90 Euro) geht ein Euro als Spende an einen sozialen Verein in Deutschland. Nach eigenen Angaben werden so sieben Prozent des Umsatzes einem guten Zweck zugeführt, die Ausschüttung erfolge in jedem Quartal, also viermal jährlich. In Nürnberg unterstützt "Dipster" zum Beispiel die Notschlafstelle "Hängematte", die sich um obdachlose, drogenabhängige Menschen kümmert. In Düsseldorf profitiert das Kinderhospiz "Regenbogenland" vom Verkauf.

"Unternehmer sollen mehr soziale Verantwortung übernehmen, die Alibi-Spende zu Weihnachten reicht nicht aus", betont Müller. Soziales Engagement und wirtschaftlich orientiertes Unternehmertum seien vereinbar. Er hofft: "Vielleicht gibt es in naher Zukunft ein Sozial-Siegel, das - ähnlich wie der 'blaue Engel' - Unternehmen auszeichnet, die sich besonders stark und regelmäßig sozial engagieren." Bis zum Jahresende soll "Dipster" die Spendenkasse des Unternehmens mit 50 000 Euro füllen.

Die Gewürzmischungen gibt es z. B. bei "Delikat Essen", "Bohne & Kleid" und unter www.dipster.de 

Ngoc Nguyen

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