Wenn schon, dann die volle Packung!

14.5.2014, 20:16 Uhr
Essen und Trinken in singlehaushaltsunüblichen Größen: Das Chong's Diner hat keine Gnade mit dem Cholesterinspiegel.

© Roland Fengler Essen und Trinken in singlehaushaltsunüblichen Größen: Das Chong's Diner hat keine Gnade mit dem Cholesterinspiegel.

Thilo Chong hatte 1998 am Obstmarkt das Diner eröffnet. Sein Bruder Peter organisiert die Küche (er ist der Koch). Nun ist das Lokal umgezogen und befindet sich in der Beckschlagergasse, gleich beim Laufer Schlagturm. Überhaupt hat sich ja die Innere Laufer Gasse zu einer nächtlichen Ausgehmeile gemausert, und die paar Meter weiter stadtauswärts sind nun auch sehr beliebt geworden.

Im Vergleich zu früher ist das Lokal luftiger und offener, was an den großen Fenstern liegt, die fast alle Wände durchbrechen. „American Diner“ nennt sich der Laden im Untertitel und dementsprechend ist das Angebot: Burger in 31 Varianten, Sandwiches, Salate, Steaks, Fingerfood.

Alles zu viel? Dann ein leichter Salat vielleicht? Der kommt in einem Teller, der nicht so richtig in eine Haushaltsspülmaschine passen würde. Um es kurz zu machen: Für Weight Watchers oder Veganer ist der Laden das real gewordene Böse auf Erden. Size matters im „Chong’s“, quasi Hubraum statt Spoiler, und nach Auskunft der Bedienung gibt es sogar genügend Gäste, die alles aufessen können, das bleibt mir ein Rätsel. Zu den Burgern werden der amerikanische Krautsalat Coleslaw serviert und eine Schüssel voll Pommes, man kann aber auch andere Beilagen ordern. Die Pommes sind zwar die Standardware aus der Tiefkühltruhe, die Burger werden aber frisch gemacht. Die Brötchen werden extra für das „Chong’s“ vom Bäcker gebacken und das Fleisch kommt vom Metzger.

Ich habe mir einen „Ranch BBQ Burger“ zu 12,50 Euro gegönnt. Da ist extra Speck drauf und für den Cholesterinspiegel noch ein Spiegelei. Wenn schon, dann die volle Packung! Cheeseburger gibt es in doppelter und sogar dreifacher Variante, das macht dann so 650 Gramm Fleisch. Bei den Gästen kommt das offensichtlich an: Unsere Bedienung hat gut zu tun, aber dennoch geht alles recht fix, und vorhandener Hunger wird schnell gestillt.

Seit dem Umzug hat das „Chong’s Diner“ zwar mehr Sitzplätze, ohne Reservierung sieht es aber am Wochenende schlecht aus mit einem freien Platz. Eine Tradition hat sich vom alten „Chong’s“ ebenso herüberretten können: Am Ausgang steht ein Glas mit kleinen roten Lutschern zur Selbstbedienung für den, der noch einen Zucker-Kick benötigt.

Mehr Informationen über das Chong’s Diner in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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