Greenpeace protestiert gegen Siemens-Projekt in Erlangen

Sharon Chaffin

Redakteurin Erlanger Nachrichten

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1.2.2020, 11:00 Uhr
Weitere Proteste sind geplant.

© Edgar Pfrogner Weitere Proteste sind geplant.

Mitstreiter der Umweltschutzorganisation sind mit einem Stand zwischen 14 und 16 Uhr am Besiktas-Platz vertreten und wollen dabei, wie es in einer Pressemitteilung heißt, auch mit hiesigen Mitarbeitern des Konzerns ins Gespräch kommen. Zudem kündigen die Greenpeace-Mitstreiter eine besondere Aktion an, bei der sie die Folgen des Adani-Projektes für die Zukunft des Planeten plastisch in Szene setzen wolllen. 

Gegen die Siemens-Entscheidung hatten in den vergangenen Wochen in der Universitätsstadt unter anderem schon Fridays for Future (FFF) oder Extinction Rebellion (XR) demonstriert. Die jungen FFF-Klimaschützer hatten zum Beispiel mehrmals zu Kundgebungen vor dem Himbeerpalast aufgerufen. Aktivisten von XR  hatten kürzlich sogar einen Firmeneingang blockier und sich an Scheiben festgeklebt. Die Polizei war zwar vor Ort, schritt aber auf Wunsch des Unternehmens nicht ein. Vielmehr versorgte der Konzern die Protestierenden sogar mit Gebäck und Getränken. 

Bei dem in die Kritik geratenen Projekt liefert Siemens die Schienensignaltechnik für eine Steinkohlemine des indischen Großkonzerns Adani in Carmichael (Australien) und beteiligt sich damit an einem der - laut Umweltschutzgruppen - klimaschädlichsten Großprojekte der Gegenwart. "Durch den geplanten Ausbau der Mine werden zukünftig Unmengen an Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre gelangen", heißt es in der Greenpeace-Mitteilung weiter. Diese klimaschändlichen Treibhausgase müssten jedoch in der Erde bleiben, falls "wir das 1,5° Celisius-Ziel noch erreichen wollen", kritisieren die Umweltschützer.

Siemens hatte den Vertrag mit der Adani Group im Dezember 2019 unterschrieben und trotz aller Kritik mitgeteilt, daran festhalten zu wollen. 

 

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