Autokorso durch Nürnberg: So lief die Querdenker-Demo

Wolfgang Heilig-Achneck / dpa

Lokalredaktion

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6.3.2021, 18:13 Uhr

Die Teilnehmer versammelten sich am frühen Samstagnachmittag auf dem großen Parkplatz an der Meistersingerhalle. Nach Ansprachen zum Auftakt bewegte sich die Kolonne, begleitet von starken Polizeikräften, zunächst durch die Wodanstraße Richtung Südstadt, dann über die Schweiggerstraße zurück nach St. Peter und Zerzabelshof. Auf dem Ben-Gurion-Ring löste sich der Tross auf.

Nach Angaben der Polizei kam es zu keinen Zwischenfällen oder Störungen, für die nötige Abstände untereinander sorgten schon die Fahrzeuge. Ihre Botschaften hatten die Teilnehmer auf Transparente und große Kartons geschrieben und diese auf die Fahrzeuge geklebt oder gebunden.


850 Teilnehmer und wenig Abstand: So lief die Querdenker-Demo


Statt Angst vor Corona hätten sie Angst vor der Politik, taten die einen kund. Manche forderten zwar Demokratie, wollten aber zugleich mit drastischen Darstellungen gewählte Politiker am liebsten hinter Gittern sehen. Andere suggerierten, bei mehr als 99 Prozent "Überlebenden" könnten die gravierenden Grundrechtseingriffe nicht gerechtfertigt sein. Ein Fahrzeug war mit einer "Witwe der Freiheit" dekoriert. In der Forderung, den "Wahnsinn" zu stoppen, waren sich alle einig - meinten damit aber nicht etwa die Verbreitung des heimtückischen Virus, sondern die Maßnahmen dagegen.

In der Landeshauptstadt München zählte die Polizei bei der Querdenker-Demo knapp 140 Teilnehmer in über 80 Wagen.

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