Unwetter in der Region

Stromausfälle und vollgelaufene Keller in Bayern - Weitere Gewitter bereits im Anmarsch

Johannes Lenz

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Johanna Mielich

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28.5.2024, 09:02 Uhr
Schwere Gewitter und Starkregen haben in der Nacht zu Dienstag im Osten und Süden Bayerns mehrere Feuerwehr- und Polizeieinsätze ausgelöst. 

© dpa/Collage Schwere Gewitter und Starkregen haben in der Nacht zu Dienstag im Osten und Süden Bayerns mehrere Feuerwehr- und Polizeieinsätze ausgelöst. 

Zum Auftakt der Woche wurde es nass in weiten Teilen Frankens und der Oberpfalz: So nass, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) zuvor eine amtliche Warnung vor Starkregen veröffentlicht hat. Zwischen Montagabend, 23 Uhr, und Dienstagmorgen, 6 Uhr, warnte der Wetterdienst vor enormen Regenmengen, teils bis zu 35 Liter pro Quadratmeter.

In den Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt an der Waldnaab wurde zudem vor Gewittern der Stufe drei sowie Sturmböen und Hagel gewarnt. Auch für andere Teile Frankens gab es eine Gewitterwarnung, dort aber nur in der Warnstufe eins. Hier wurden die Gewitter von Windböen bis 50 Kilometern pro Stunde begleitet.

Weite Teile Bayerns betroffen

Vor allem im Süden Bayerns wüteten die Unwetter teils heftig. Im Landkreis Unterallgäu wurden Straßen und Felder überflutet, in Augsburg fiel in weiten Teilen der Stadt kurzzeitig der Strom aus. Allein in Augsburg seien der Polizei 50 Einsätze im Zusammenhang mit dem Gewitter gemeldet worden, teilte das Polizeipräsidium am Dienstagmorgen mit. Wie der "Bayerische Rundfunk" berichtet, gab es auf der A8 bei Augsburg zwei Unfälle aufgrund von Aquaplaning.

In Niederbayern führten die starken Regenfälle vor allem in der Gegend von Straubing vielerorts zu überfluteten Kellern und Straßen. Auch in Oberbayern habe es einige Überschwemmungen gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Demnach waren vor allem Weilheim und Rosenheim betroffen. Gewarnt wurde unter anderem vor umstürzenden Bäumen, Hochspannungsleitungen und Gerüsten sowie vor Erdrutschen und Aquaplaning.

Wie geht es mit dem Wetter weiter?

In den Folgetagen sollte sich die Wetterlage laut DWD-Vorhersage vom Montag zunächst etwas entspannen. Für Dienstag rechnete der Wetterdienst an den östlichen Mittelgebirgen sowie in Alpennähe zunächst weiter mit Regen, der ab dem Nachmittag am östlichen Alpenrand und im Bayerischen Wald abklingen soll. Andernorts ist demnach mit einem Mix aus Sonne und Wolken und vereinzelten Schauern zu rechnen – mit Höchsttemperaturen zwischen 17 und 21 Grad. "In den nächsten 24 Stunden wird kein warnwürdiges Wetter erwartet", erklärt der Deutsche Wetterdienst am Dienstagmorgen.

Schon ab Mittwoch überquert Franken dann eine atlantische Kaltfront. In der ersten Tageshälfte ist noch gelegentlich die Sonne zu sehen, bevor dann ab dem Nachmittag Regenwetter herrscht. Am Abend sind bereits wieder einzelne Gewitter möglich, wie der fränkische Wetterochs erklärt.

Von Donnerstag bis Sonntag liegen ergiebige Regengebiete und Aufheiterungszonen nahe beieinander. "Und wenn die Sonne mal stärker rauskommt, ist auch mit der Bildung von Gewittern zu rechnen", betont Meteorologe Stefan Ochs. Die Höchsttemperaturen liegen weiterhin bei 19 Grad. Bei dieser Wetterlage können am Wochenende regional große Regenmengen zusammenkommen.