Risikokarte

Urlaub 2023: In diese Reiseländer sollten Sie besser nicht fliegen

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Johanna Mielich

Online-Redaktion

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24.1.2023, 20:13 Uhr
Die sogenannte Risk Map beurteilt die Situationen in den einzelnen Ländern und bewertet das Risiko.

© IMAGO/Rolf Poss Die sogenannte Risk Map beurteilt die Situationen in den einzelnen Ländern und bewertet das Risiko.

Wer eine Reise plant, sollte sich generell vorher über die Sicherheit in dem jeweiligen Land informieren. Die Gefahr von Terroranschlägen, politische Unruhen aber auch Naturgefahren oder mangelnde Gesundheitsversorgung stellen für Reisende oft ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko dar. Welche Reiseländer sind sicher - welche nicht? Eine interaktive Karte, die das Unternehmen International SOS herausgibt, gibt eine Orientierungs-Grundlage.

Einstufung in Sicherheitsklassen: Das sind die gefährlichsten Reiseländer

Die sogenannte "Travel Risk Map" wird stetig aktualisiert und stuft Länder in verschiedene Farben und fünf Sicherheitsklassen ein. Während in Ländern, die hellgrün markiert sind, ein "unbedeutendes Sicherheitsrisiko" für Reisende besteht, herrscht in dunkelrot markierten Staaten ein "extrem hohes Sicherheitsrisiko". Dazwischen liegen noch hellrot (sehr hohes Risiko), orange (mittlereres Risiko), und gelb (geringes Risiko).

Bei der Risikoeinstufung geht es allerdings aber nicht nur um Gewalt, Unruhen und Klein-Kriminalität, sondern auch um Effektivität von Sicherheits- und Rettungsdiensten oder auch die Anfälligkeit eines Landes für Naturkatastrophen.

Ein extrem hohes Sicherheitsrisiko besteht der Karte von 2023 nach in der Ukraine, in Afghanistan, in Lybien, im Yemen, in Mali, im Süd-Sudan, in Somalia und in Teilen Kongos. Auch die Zentralafrikanische Republik sowie der Süden Mosambiks werden hier aufgelistet. Als sicherste Reiseländer (hellgrün) gelten dagegen die Schweiz, Slowenien, Luxemburg, und Dänemark sowie Norwegen, Finnland, Island und Grönland.

Hinzu kommt eine weitere Karte, welche das medizinische Risiko in einem jeweiligen Land einstuft (Klicken Sie hierfür den Button bei Layers). Herrschen in dem Land, in dem man Urlaub machen möchte, Infektionskrankheiten? Wie ist der Zugang zu Arzneimitteln und der Gesundheitsversorgung und welche Umweltfaktoren spielen eine Rolle? Auf all diese Fragen gibt die Risiko-Karte ebenso Antworten

Probleme auch in Deutschland

Neben Risikoeinstufungen zur medizinischen Versorgung und Sicherheitsrisiken weltweit gibt eine dritte Karte das psychische Gesundheitsrisiko in den Staaten wieder. Zwar hat dies nicht unbedingt Einfluss auf den Urlaub, wohl aber auf das Leben vor Ort. Die Weltkarte verdeutlicht beispielsweise, dass in Deutschland mehr als 15 Prozent der Bevölkerung mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Damit belegt Deutschland europaweit einen der hinteren Ränge. Die meisten psychischen Probleme innerhalb Europas verzeichnen dagegen Irland, Spanien, Portugal und der Kosovo.

Grundsätzlich sollten sich Reisende jedoch nicht ausschließlich über die farblichen Markierung auf der Risikokarte über ihre Reiseziele informieren. Das Auswärtige Amt gibt etwa stetig aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise für alle Länder heraus, die einen detaillierten Überblick zur Sicherheitslage im jeweiligen Land liefern.