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Fürther ist Feuer und Flamme für den schottischen Kilt

Michael Matthaeus Martha schwärmt vom karierten Rock — Modenschau als Höhepunkt beim Schottenfest - 26.01.2014 21:00 Uhr

Michael Matthaeus Martha mit seinem geliebten Kilt. © Seilkopf



Der Rock, den sich Martha so gekonnt um die Hüften schlingt und in einer Art fränkischem Freistil mit Motorradstiefeln, Joppe und Jägerhut kombiniert, ist in einem militärischen Grundmuster gehalten, dem „Black Watch“. Schon seit Jahren trägt Martha Kilt, anfangs bei der Arbeit, heute ebenso gern bei Wanderungen wie im Urlaub auf den Kanaren. „Bei Wärme isoliert der Rock, bei Regen hält er darunter alles trocken“, schwärmt er. Die freien Knie würden für angenehme Kühle sorgen, und auch die Beweglichkeit in so einem Kilt sei gut.

Martha ist überzeugt, „dass wir Franken die Schotten Bayerns sind“. Schotten und Engländer würden sich hassen, Bayern und Franken sich auch nicht unbedingt liebhaben, argumentiert er. Seinen Kilt hat der 57-Jährige bei Andreas Hertl gekauft, der seit 14 Jahren in Fürth einen Whisky-Laden betreibt, beim Schottenfest eine Whisky-Bar führt und seine Kunden in „Tastings“ von der aromatischen Vielfalt dieses Getränks überzeugt.

Laut dem bekennenden Schottenfan ist eine komplette Kilt-Ausstattung ab tausend Euro zu haben. „Es gibt genaue Regeln, wann und zu welchem Anlass welche Stoffe und Jacketts getragen werden.“ Natürlich würden auch Accessoires wie Gürtel, spezielle Kilt-Schuhe mit besonders langen Bändern, Strümpfe mit „Flags“ (Strumpfbänder) und Messer dazugehören, die als Zeichen des freundschaftlichen Besuches offen im Strumpf getragen werden.

Der 47-jährige Hertl und die schottische Sängerin Jenni Heron als Moderatorin des Abends werden am kommenden Samstag mit fachkundigem Blick die besten Kilt-Kostüme küren. Was die Besucher des sechsten Schottenfests in der Grünen Halle erwartet: schottische Folkmusik der „O’Malleys“, Tänze von Mitgliedern der „Menzel School“ und Dudelsackmusik von Thomas Schalla mit seiner Gruppe. Es gibt Spezialitäten wie „Haggis“ (Schafsinnereien), Fish & Chips, Gerichte aus Lamm sowie Tea & Scones. Auch „Smokey George“, und „Whiskey-Weisse“, ein Weizenbier mit schottischem Whisky-Malz, können probiert werden.

Der enge Bezug zu Schottland kommt nicht von ungefähr. Fürth hat bereits 1969 eine Städtepartnerschaft mit Paisley, Sitz der Region Renfrewshire, geschlossen. Paisley liegt im Südwesten von Schottland, direkt neben Glasgow — Nürnbergs Partnerstadt. 

ANTJE SEILKOPF

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