Gewinner und Verlierer unter den Insekten

24.7.2016, 06:00 Uhr
Nach sommerlichen Autofahrten war die Windschutzscheibe früher voll mit toten Insekten. Heute ist sie oft blitzblank, es gibt bis zu 70 Prozent weniger Insekten. Wir stellen die Gewinner und Verlierer unter ihnen vor. Einer der Verlierer: die Libelle. Unter den Gewässerinsekten sind vor allem diese bunt schillernden Tier und die Köcherfliegen besonders bedroht.
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Libelle

Nach sommerlichen Autofahrten war die Windschutzscheibe früher voll mit toten Insekten. Heute ist sie oft blitzblank, es gibt bis zu 70 Prozent weniger Insekten. Wir stellen die Gewinner und Verlierer unter ihnen vor. Einer der Verlierer: die Libelle. Unter den Gewässerinsekten sind vor allem diese bunt schillernden Tier und die Köcherfliegen besonders bedroht. © dpa

Verlierer: Manch einen wird es freuen, wenn die Viecher nicht mehr über die Picknickdecke herfallen, doch tatsächlich sind Waldameisen sehr wichtig für die Wälder. Vor allem die großen Arten werden weniger.
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Waldameise

Verlierer: Manch einen wird es freuen, wenn die Viecher nicht mehr über die Picknickdecke herfallen, doch tatsächlich sind Waldameisen sehr wichtig für die Wälder. Vor allem die großen Arten werden weniger. © dpa

Gewinner: Sie stechen nicht und sind deshalb deutlich sympathischer als Wespen: die Schwebfliegen. Sie gehören zu den Gewinnern der letzten Jahrzehnte, da sie schnell auf Veränderungen reagieren können.
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Schwebfliege

Gewinner: Sie stechen nicht und sind deshalb deutlich sympathischer als Wespen: die Schwebfliegen. Sie gehören zu den Gewinnern der letzten Jahrzehnte, da sie schnell auf Veränderungen reagieren können. © dpa

Verlierer: Grashüpfer sind für viele noch possierliche Tierchen, Heuschrecken dagegen sind vielen unheimlich. Die Tiere sind gefährdet, weil es immer weniger trockene, offene Sandflächen und Magerrasen gibt.
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Heuschrecke

Verlierer: Grashüpfer sind für viele noch possierliche Tierchen, Heuschrecken dagegen sind vielen unheimlich. Die Tiere sind gefährdet, weil es immer weniger trockene, offene Sandflächen und Magerrasen gibt. © dpa

Gewinner: Die Blättläuse sind nicht gerade Sympathieträger, zählen aber zu den Gewinnern in der Insektenwelt.
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Blattlaus

Gewinner: Die Blättläuse sind nicht gerade Sympathieträger, zählen aber zu den Gewinnern in der Insektenwelt. © dpa

Gewinner & Verlierer: Hummeln sieht man noch sehr häufig im Garten und auf Blumenwiesen. Allerdings brummen dort fast nur noch Erd- und Steinhummeln herum, die selteneren Arten wie etwa Deichhummeln werden immer seltener. Das ist problematisch, weil Erd- und Steinhummeln nur bestimmte Pflanzen anfliegen.
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Erdhummel

Gewinner & Verlierer: Hummeln sieht man noch sehr häufig im Garten und auf Blumenwiesen. Allerdings brummen dort fast nur noch Erd- und Steinhummeln herum, die selteneren Arten wie etwa Deichhummeln werden immer seltener. Das ist problematisch, weil Erd- und Steinhummeln nur bestimmte Pflanzen anfliegen. © Walter-Eberl/pixelio.de

Gewinner & Verlierer: Rund 60 Prozent der Schmetterlingsarten in Bayern sind gefährdet. Einer der wenigen Profiteure der letzten Jahrzehnte ist der Kleine Fuchs. Ihn sieht man sehr häufig.
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Kleiner Fuchs

Gewinner & Verlierer: Rund 60 Prozent der Schmetterlingsarten in Bayern sind gefährdet. Einer der wenigen Profiteure der letzten Jahrzehnte ist der Kleine Fuchs. Ihn sieht man sehr häufig. © dpa

Verlierer: Wie Libellen und Heuschrecken lieben auch Grabwespen trockene, offene Sandflächen und Magerrasen. Weil diese Flächen immer seltener werden, haben die Grabwespen zunehmend zu kämpfen.
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Grabwespe

Verlierer: Wie Libellen und Heuschrecken lieben auch Grabwespen trockene, offene Sandflächen und Magerrasen. Weil diese Flächen immer seltener werden, haben die Grabwespen zunehmend zu kämpfen. © Frank Hollenbach/pixelio.de

Verlierer: Weil man lange kaum Totholz in den Wäldern liegen ließ, wurden die Populationen von Totholzkäfern immer mehr dezimiert. Vor allem die größeren Arten haben zu kämpfen. Mittlerweile wird aber wieder mehr Totholz liegen gelassen. Inwieweit sich das auszahlt, muss erst noch erforscht werden.
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Totholzkäfer

Verlierer: Weil man lange kaum Totholz in den Wäldern liegen ließ, wurden die Populationen von Totholzkäfern immer mehr dezimiert. Vor allem die größeren Arten haben zu kämpfen. Mittlerweile wird aber wieder mehr Totholz liegen gelassen. Inwieweit sich das auszahlt, muss erst noch erforscht werden. © Bayerische Staatsforsten