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So soll das Deutsche Museum in Nürnberg heißen

Grundstein wird am 16. März gelegt - Eröffnung im Jahr 2020 - 23.02.2018 11:36 Uhr

Im Juni 2016 wurde der neue Standort des Deutschen Museums am Augustinerhof in Nürnberg vorgestellt. Der Grundstein soll am 16. März gelegt werden. © Michael Husarek


Der Zeitplan für das 27,5-Millionen-Euro-Projekt steht: Wenn alles gutgeht, soll das Haus direkt an der Pegnitz im Dezember 2020 seine Tore für die Öffentlichkeit öffnen. Die Gesamtfläche wird 5000 Quadratmeter verteilt auf vier Geschosse betragen, davon 2900 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das Projekt geht auf einen Beschluss der bayerischen Staatsregierung aus dem Jahr 2014 zurück.

Man fühle sich in Nürnberg hoch willkommen, sagte DM-Generaldirektor Heckl. Die Aufmerksamkeit sei fast so intensiv "wie bei der Ausgründung des Pariser Louvre in Abu Dhabi". Allerdings seien auch die Erwartungen "zum Teil riesengroß". Obwohl die Konzeption für das Deutsche Museum Nürnberg schon relativ weit fortgeschritten ist, hat man Museumsexperten aus dem In- und Ausland zu einem bis heute dauernden Symposium nach München zum Ideensammeln geholt. Überwiegend seien es Fachleute, die auch schon einmal ein neues Museum konzipiert haben, sagte Projektleiter Andreas Gundelwein.

"Exponate der Zukunft" sollen im Mittelpunkt stehen

Nach Angaben Heckls und Gundelweins soll in Nürnberg etwas ganz anderes entstehen als in München, wo die Technikgeschichte im Vordergrund steht. Auf dem Augustinerhof solle ein "Museum der Zukunft" entstehen, so Heckl. Nicht die Technik von gestern, sondern "Exponate der Zukunft" sollen im Mittelpunkt stehen. Man bemühe sich daher um "Prototypen", die Zukunftsvisionen aufzeigten. Die Konzeption erfordere eine "permanente Überarbeitung" des Bestands, sagte Gundelwein.

Das DM Nürnberg soll sich in vier Bereiche gliedern: Einem Science-Center mit Exponaten, einem integrierten "Haus des Bürgerdialogs", in dem der Versuch gemacht werden soll, an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken, sowie einem "Freizeitpark" mit interaktiven Geräten. Ganz oben im dritten Stock geht es dann um Zukunftsvisionen und Science Fiction. Generaldirektor Heckl verbeugte sich vor den Science-Fiction-Autoren und -Filmemachern. Es habe sich gezeigt, dass alles, was den Naturgesetzen nicht widerspricht, wohl irgendwann Wirklichkeit wird.

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Keine Auffangstelle für Exponate 

"Star Treck", "Star Wars" und andere Science-Fiction-Blockbuster werden daher auch ihren Platz in Nürnberg finden, ferner ein "Holodeck" wie auf der "Enterprise" sowie "Mitmachlabore". Das entspricht der Hauptzielgruppe, die Gundelwein als "Schüler aller Schularten im Alter von zwölf bis 17 Jahren und deren Familien", definiert.

Auf keinen Fall, so Heckl, solle das DM Nürnberg zu einer Auffangstelle für Exponate werden, die man in München nicht unterbringe. Das weltgrößte Technikmuseum, das in seinem Mutterhaus auf der Münchener Museumsinsel und in den Dependancen für Verkehr und Luftfahrt jährlich 1,5 Millionen Besucher zählt, wolle durch Nürnberg noch einmal einen "Sprung nach vorne" machen.

Ralf Müller/dpa

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