Verrücktes Video

Chip eingepflanzt: Tesla-Fahrer lässt sich von Piercer seinen Autoschlüssel implantieren

Azeglio Elia Hupfer
Azeglio Elia Hupfer

Online-Redaktion

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23.8.2022, 10:14 Uhr

Bei dem Auto handelt es sich um einen Tesla. Der implantierte Schlüssel zum Wagen ist dabei natürlich kein herkömmlicher Autoschlüssel, sondern ein mit biokompatiblen Substanzen überzogener NFC-Chip. NFC steht übersetzt für Nahfeldkommunikation und ermöglicht den kontaktlosen Austausch von Daten. Das auf Twitter und YouTube veröffentlichte Video zeigt nicht nur das Einsetzen des Chips in die rechte Hand, sondern auch, dass das Öffnen und Starten des Autos nach dem Eingriff funktioniert.

In einem Gespräch mit der Tesla-News-Seite Teslarati erklärt Dalaly, wie es dazu kam. Er gehöre demnach zu einer Beta-Gruppe des Unternehmens VivoKey und sei einer von etwa 100 Leuten, die diese Chips aktuell schon nutzen können. Bei dem Chip handle es sich um den VivoKey Apex. Auf der Unternehmensseite schreibt VivoKey dazu: "Der VivoKey Apex ist ein kontaktloser NFC-Sicherheitschip, auf dem kleine Softwareprogramme, so genannte Java Card Applets, laufen. Sie verleihen den Apex-basierten Geräten ihre magischen Kräfte."

Delaly fasst den Unternehmenssprech so zusammen: Man habe "buchstäblich einen eigenen App Store, in dem man mit diesen Chips Apps drahtlos im Körper installieren kann." Eine der Apps sei dann zufällig eine Tesla-Schlüsselkarte gewesen. "Das war die erste App, die ich darauf installiert habe, weil ich einen Tesla habe", blickt Delaly im Gespräch mit Teslarati zurück. Als nächstes plane er, seinen neuen Chip mit einer Kreditkarte zu verknüpfen, um mit seiner rechten Hand über Tap-to-Pay-Terminals bezahlen zu können.

Impfpass implantiert

Es sei nicht der erste Chip, den er sich implantieren hat lassen, so Delaly weiter. Demnach stecke in seiner linken Hand bereits seit längerem ein Chip. Er diene unter anderem als Schlüssel zu seinem Haus und speichere sein Portfolio, medizinische Informationen und den Covid-Impfpass. Bei dem ersten Chip habe er noch keine Betäubung erhalten, dieser sei aber auch kleiner gewesen. Das Implantat brannte damals und schmerzte etwa einen Monat lang. Beim nun eingesetzten, zweiten Chip wurde Delalys Hand mit dem Lokalanästhetikum Lidocain betäubt. Alles in allem zahlte er 400 US-Dollar. 300 Dollar gingen für den Chip drauf und 100 Dollar erhielt der Piercer.

Um die Sicherheit seiner Chip-Implantate macht sich der US-Amerikaner keine Sorgen. Um gehackt oder versehentlich gescannt zu werden, müsse das entsprechende Gerät bis auf wenige Millimeter an das Implantat herankommen, erklärte Delaly.

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