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Himmelsspektakel im Juni: Ringförmige Sonnenfinsternis über Europa

Von Franken aus kann man sie jedoch nicht sehen - 18.06.2020 22:01 Uhr

In Riad (Saudi-Arabien) verdunkelt der Mondschatten während einer jährlichen Sonnenfinsternis die Sonne, die als Feuerring-Phänomen bekannt ist. Bereits am 11. Juni schob sich dort der Mond vor die Sonne, dass sie für einige Minuten fast verdeckt wurde. © dpa


Eine ringförmige Sonnenfinsternis hat am Donnerstag bereits die Menschen in einem Streifen von den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Persischen Golf über die Südspitze Indiens bis nach Sumatra und Borneo begeistert. Die Erde befindet sich derzeit in Sonnennähe, der Mond aber in Sonnenferne, daher ist die Sonnenscheibe etwas größer als die Neumondscheibe. In der Folge entstand keine totale, sondern eine ringförmige Sonnenfinsternis.

So entsteht eine ringförmige Sonnenfinsternis

Es liegt also am Abstand zwischen Mond und Erde. Dieser kann stark variieren. Der Mond befindet sich derzeit im Apogäum, so wird der Punkt der Mondumlaufbahn bezeichnet, der am Erdfernsten liegt. Befindet sich der Mond auf diesem Punkt und schiebt sich vor die Sonne, so schafft er es nicht diese vollumfänglich zu verdecken. Daher bleibt an den Mondrändern ein leuchtender Ring zu sehen, was wir als ringförmige Sonnenfinsternis wahrnehmen.

Einen verdunkelten Tageshimmel wird es in Mitteleuropa auch im kommenden Jahr nicht geben: Weder die ringförmige Sonnenfinsternis am 21. Juni noch die totale Sonnenfinsternis am 14. Dezember sind im deutschen Sprachraum beobachtbar. Am 10. Januar findet immerhin eine Halbschattenfinsternis des Mondes statt. Unser Nachbar im All taucht dabei zu 92 Prozent in den Halbschatten der Erde ein. Allerdings sind solche Ereignisse weitgehend unauffällig und werden oft kaum wahrgenommen.

dpa, oha

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