Jobwechsel gefällig?

Spione gesucht: Der BND sucht neue Mitarbeiter

Antonia Plamann

nordbayern-Redaktion

E-Mail zur Autorenseite

15.3.2024, 14:52 Uhr
Der Bundesnachrichtendienst sucht nach neuen Spionen.

© Kay Nietfeld, dpa Der Bundesnachrichtendienst sucht nach neuen Spionen.

Ein kryptisches Logo, viel Bass, etwas Bond: Mit mehr Offenheit und einem moderneren Auftritt will der Bundesnachrichtendienst sein Image aufpolieren. Am Freitag hat der deutsche Auslandsgeheimdienst eine Aktion gestartet, mit der er aus dem Schatten des Geheimen treten will – seit Jahrzehnten sein Markenzeichen. Der Grund für den beispiellosen Spagat der BND-Spione zwischen traditioneller Geheimhaltung und neuer Sichtbarkeit: Der Dienst ringt mit Arbeitgebern auf dem freien Markt und anderen Sicherheitsbehörden um Fachkräfte. Unter anderem in der Terrorismusbekämpfung.

Man wolle Talente neugierig machen, hinter die Kulissen zu blicken, heißt es. Laut Kahl will der BND vom Schulabgänger bis zum Hochschulabsolventen Menschen im Alter zwischen 15 und etwa 35 ansprechen. "Man kann bei uns lernen, Spion zu werden", sagt der BND-Präsident Bruno Kahl. Mit gut 450 Berufen gebe es Einstiegsmöglichkeiten für alle Bildungskategorien - vom Handwerker bis zum Akademiker.

Wie die "Tagesschau" berichtet, sollen mehrere hundert Menschen pro Monat eingestellt werden. Diese können in unterschiedlichen Bereichen tätig sein. Sie können beispielsweise als Koch oder Biologe arbeiten. Die Ausbildung erfolgt durch einen dualen Studiengang vom BND. Zusätzlich erhalten die Spione in Ausbildung Trainings, in denen gelernt wird, wie man jemanden beschattet oder Verfolger loswird.

"Wir haben mehr Altersabgänger, als wir junge Leute finden können", erläutert Kahl den Hintergrund für die ungewöhnliche Öffnung. "Unser Job ist nicht wie jeder andere." Es gibt langwierige und harte Sicherheitsüberprüfungen, Handys am Arbeitsplatz sind verboten, Homeoffice in der Regel auch – ganz zu schweigen davon, dass auf dem freien Markt auch besser verdient werden kann. Und selbst wenn sie stolz auf ihre Arbeit sind: BND-Spione dürfen Zuhause oder im Freundeskreis nichts über ihre Arbeit erzählen.