Mehrkosten

Verbraucherzentrale rät: "Auf Warmwasser so weit wie möglich zu verzichten"

12.7.2022, 11:53 Uhr
Aufgrund der gestiegenen Energiepreise muss man sich auf Einschränkungen der Warmwasserversorgung einstellen.

© Philipp von Ditfurth, dpa Aufgrund der gestiegenen Energiepreise muss man sich auf Einschränkungen der Warmwasserversorgung einstellen.

Die Energiepreise stellen Mieter und Vermieter im Winter vor eine Belastungsprobe. Die großen Wohnungsunternehmen warnten bereits vor deutlichen Kostensteigerungen für Mieter und forderten staatliche Hilfe. Als Sofortmaßnahme raten die Verbraucherschützer in erster Linie zum Sparen.

"Wir raten insbesondere dazu, auf Warmwasser so weit wie möglich zu verzichten", sagte Geschäftsführer Christian Rumpke am Montag bei der Vorstellung des Jahresberichts der Verbraucherschützer in der Staatskanzlei. Um weniger Wasser zu verbrauchen, seien auch wassersparende Duschköpfe sinnvoll. Außerdem riet Rumpke den Verbrauchern, Geld auf die Seite zu legen, um die zu erwartenden höheren Nebenkostenabrechnungen bezahlen zu können.

Beim Erdgas rechnet die Verbraucherzentrale in diesem Jahr mit fast einer Verdopplung der Kosten. Ist man auf eine Erdgasversorgung angewiesen, könne man in der Regel nicht schnell auf andere Energieträger umsteigen, so Rumpke. Bei den Lebensmittelkosten müsse mit einem Anstieg von 20 Prozent und beim Strom von 15 Prozent gerechnet werden. Bei den Kraftstoffpreisen seien es sogar 35 Prozent. Für eine vierköpfige Familie würde das in diesem Jahr Mehrkosten von knapp 3.500 Euro bedeuten.

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