Krieg in Gaza

Geisel-Deal in Gefahr? Netanjahu stellt weitere Bedingungen für Abkommen

13.7.2024, 11:21 Uhr
18.06.2024, Israel, Tel Aviv: Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu spricht während einer Zeremonie auf dem Nahalat-Yitshak-Friedhof.

© Shaul Golan/dpa 18.06.2024, Israel, Tel Aviv: Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu spricht während einer Zeremonie auf dem Nahalat-Yitshak-Friedhof.

+++ Eine neue Forderung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu könnte einem Medienbericht zufolge die diplomatischen Bemühungen um ein Geisel-Abkommen mit der islamistischen Hamas im Gaza-Krieg zum Scheitern bringen. Der Regierungschef habe in Beratungen mit den israelischen Verhandlern als weitere Bedingung für den Abschluss eines Abkommens festgelegt, dass dieses Regelungen enthalten müsse, die eine Rückkehr bewaffneter Kämpfer aus dem Süden in den Norden des Gazastreifens verhindern.

+++ US-Präsident Joe Biden sieht die Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas über ein Geisel-Abkommen vorankommen. "Der Trend ist positiv", sagte Biden bei seiner Pressekonferenz nach dem Nato-Gipfel in Washington. Beide Seiten hätten dem von ihm vorgestellten Plan zugestimmt. Nun gehe es darum, die Einzelheiten auszuarbeiten. "Dies sind schwierige, komplexe Fragen. Es gibt noch Lücken zu schließen", sagte Biden.

+++ Die US-Regierung verhängt weitere Sanktionen gegen Personen und Einrichtungen, die mit der israelischen Besetzung im Westjordanland in Verbindung stehen. Nach Angaben des US-Außenministeriums waren die Betroffenen unter anderem an Gewalt gegen palästinensische Zivilisten beteiligt, haben deren Land unrechtmäßig "beschlagnahmt" und bedrohen "den Frieden, die Stabilität und die Sicherheit im Westjordanland". Konkret richten sich die Maßnahmen gegen drei Einzelpersonen, vier von extremistischen Siedlern errichtete Außenposten im Westjordanland sowie die rechtsradikale jüdische Gruppe Lehava.