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Wegen Stichwahl: Post leert am Samstagabend alle Briefkästen

Auszählung der Stimmen soll in Turnhallen stattfinden - 25.03.2020 13:02 Uhr

Die Post legt am Samstagabend eine Sonderschicht ein, um eine rechtzeitige Ankunft der Briefwahlunterlagen zu gewährleisten. © dpa


Den Stichwahlen für Bürgermeister und Landräte am Sonntag steht nichts mehr im Weg. Die Deutsche Post legt eine Sonderschicht ein, leert Samstag Abend nochmals alle Briefkästen und stellt den Rathäusern bis Sonntag, 18 Uhr, die Briefwahlkuverts zu.

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lobte die Post für ihren Einsatz. Das Unternehmen betreibt im Freistaat knapp 19.600 Briefkästen. Weil wegen der Coronakrise diesmal die Stichwahlen in 780 Gemeinden und Landkreisen ausschließlich per Brief möglich ist, sahen mehrere Rathäuser die Wahl gefährdet. Mit Hilfe der Post, so Hermann im Landtag, könnten nun auch jene wählen, die ihre Unterlagen erst spät erhalten. Sie müssen ihre Briefe auch nicht zuhause einwerfen, sondern können das an jedem bayerischen Briefkasten tun.


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Wenig Verständnis zeigte Herrmann für die Sorge mancher Rathauschefs, das Auszählen sei nicht mehr möglich, weil die ehrenamtlichen Helfer auf zu engem Raum arbeiten müssten. "Dann muss das eben in einer Halle stattfinden", sagte er. Derzeit stünden ausreichend Turnhallen leer, weil sie wegen der Coronakrise geschlossen sind. Der bayerische Innenminister reagierte auch auf die Ängste der Helfer, die fürchten, sie könnten sich an den Briefwahlunterlagen mit dem Coronavirus infizieren. Die Umschläge müssen zugeklebt sein, da die Stimmzettel sonst ungültig sind. Viele Menschen lecken sie dafür an.


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"Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand", sagte Herrmann, "ist eine Übertragung des Virus an trockenen Oberflächen extrem unwahrscheinlich." Nach Auskunft der Fachleute reichten Einweghandschuhe als Schutz aus. Bis die letzten Ergebnisse der Stichwahl vorliegen, kann es allerdings dauern. Schon jetzt haben mehrere Städte wie etwa München angekündigt, dass sie die Auszählung der Stimmzettel auf mehrere Tage strecken. So sollen auch die Wahlhelfer geschützt bleiben.

Roland Englisch

Nürnberger Nachrichten

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