"Brechend voll"

Bahn droht in Franken mit Teilräumung: Neun-Euro-Ticket sorgt für Chaos

Tobi Lang
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Redakteur

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4.6.2022, 16:57 Uhr
Das Pfingstwochenende wird zur Bewährungsprobe für das Neun-Euro-Ticket. 

© Stefan Sauer, dpa Das Pfingstwochenende wird zur Bewährungsprobe für das Neun-Euro-Ticket. 

Das Festival Rock im Park, die Bergkirchweih, jede Menge Nahausflügler, die in die schönsten Ecken Frankens drängen. Das Pfingstwochenende wird mit dem Neun-Euro-Ticket zum Stresstest. Zahlreiche Reisende berichten von überfüllten Zügen und überforderten Mitarbeitern, von chaotischen Szenen und Verspätungen.

Schon am frühen Morgen waren Tausende etwa in den Zügen zum Festival Rock im Park und nach Erlangen unterwegs, wo derzeit die Bergkirchweih stattfindet. "Die Tram zum Dokuzentrum war brechend voll", sagt eine Reisende. "Ich habe einen Mann gefragt, ob ich noch reinpasse, damit die Tür zugeht. Er meinte: Da hab ich schon Schlimmeres mitgemacht."

Auch im Umland seien die Züge "brechend voll" gewesen, sagt sie. "Von der türkischen Hochzeit bis zu Berg-Besuchern und Rock-im-Park-Fans war alles mit dabei. Eine wilde Mischung." Immerhin die Maskenpflicht werde penibel eingehalten, sagen Bahnfahrer. Zumindest meistens.

Menschen drängen sich in übervollen Zügen

Wie der Fränkische Tag berichtet, drohte die Bahn in Bamberg bereits mit der Teilräumung eines Zuges. Ein Regionalexpress in Richtung Nürnberg sei derart überfüllt gewesen, dass er nicht losfahren konnte. Über längere Zeit musste der Zug stillstehen.

In einer Durchsage, so berichtet es das Blatt, forderte die Bahn die eng beieinander stehenden Fahrgäste auf, die Türenbereiche zu verlassen. Andernfalls müsse man Menschen aus den Waggons bringen. "Trotz mehrfacher Lautsprecherdurchsage leerte sich der Regionalexpress gleichwohl nur äußert langsam", heißt es in dem Bericht des Fränkischen Tag.

Auch anderswo hatten Reisende mit vollen Zügen zu kämpfen. Unsere Reporter berichten von Problemen im Großraum und von stark ausgelasteten Bahnen. Mehr Hintergründe lesen Sie auf NN.de: