Bergkirchweih: 25 Bäume müssen am Entla's Keller gefällt werden

14.4.2019, 12:14 Uhr
Dauerthema ist der Zustand des Baumbestandes auf dem Bergkirchweihgelände. Nach neuesten Untersuchungen müssen 25 Bäume gefällt werden.

© Harald Sippel Dauerthema ist der Zustand des Baumbestandes auf dem Bergkirchweihgelände. Nach neuesten Untersuchungen müssen 25 Bäume gefällt werden.

Die Fällungen seien aus Sicherheitsgründen noch vor Beginn des Festbetriebes notwendig, heißt es im Rathausreport weiter. Sogenannte Zugversuche hätten ergeben, dass die Haltefähigkeit der Wurzeln stark nachgelassen hat. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gegeben, bei einem Unwetter könnten die Bäume umstürzen. 

In einem Gutachten zur Baumsicherheit am Bergkirchweihgelände aus 2016 wurden für 2018 Nachuntersuchungen festgelegt. Sie fanden im Herbst durch ein Sachverständigenbüro statt. Dabei ergaben sich erhebliche Zweifel bei der Stand- und Bruchfestigkeit von insgesamt 48 Bäumen. Ein weiteres Sachverständigenbüro führte deshalb Zugversuche durch, die einen Sturm simulieren. Bei 28 Bäumen ergaben sie die Notwendigkeit einer raschen Fällung.

Die Ursachen für den schlechten Zustand der Bäume sind vielschichtig: Sie liegen in der Bodenverdichtung auf dem Gelände, dem Nährstoffmangel aufgrund magerer Bodenstrukturen, dem Wassermangel wegen der zunehmend trockenen Jahresverläufe, aber auch in der hohen Belastung durch Veranstaltungen und massiven Publikumsverkehr und durch das Eindringen schädlicher 

Stoffe wie Öl, Fett oder Urin. Obwohl diese Ursachen offensichtlich sind, haben die Bäume, sowohl nach Einschätzung der Stadt als auch für den Gutachter – völlig überraschend – in den vergangenen Jahren massiv abgebaut. 

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Die Schäden, die zum Verlust der Standsicherheit führen, waren mit den gängigen Kontrollverfahren nicht ersichtlich.

 Erst mit den durchgeführten Zugversuchen konnten sie erkannt werden. 

Bei den am Montag, 15. April, beginnenden Fällarbeiten werden die Baumkronen entfernt, der Baumtorso bleibt jeweils bestehen. Im Herbst findet die vorher schon geplante Ersatzpflanzung statt. Eine Komplettentfernung vor der diesjährigen Bergkirchweih wäre zeitlich nicht mehr realisierbar gewesen. Ein Biologe begleitet die Arbeiten, um möglicherweise nötige Umsiedlungen von Tieren sofort durchführen zu können. 

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