Bürgerentscheid zu Erba-Häusern in Erlangen

29.3.2017, 15:12 Uhr
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"1907 erbaut, präsentiert sich die Häuserzeile der Äußeren Brucker Straße inzwischen rundum renoviert", lautete die Bildbeschreibung zu diesem Foto, das 1988 in den Erlanger Nachrichten gezeigt wurde. Die Erba-Siedlung ist in Erlangen das älteste erhaltene Beispiel für den sozialen Wohnungsbau. Am 7. Mai 2017 sollen die Erlanger Bürger in einem Entscheid darüber entscheiden, ob ein Teil der Siedlung abgerissen oder erhalten bleiben soll. © Erich Malter

Es geht um acht Gebäude im Angergebiet.
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Es geht um acht Gebäude im Angergebiet. © Anestis Aslanidis

Die alten Gebäude der Baumwollspinnereien Erlangen-Bamberg, sogenannte Erba-Häuser, liegen südlich der denkmalgeschützten Erba-Siedlung, gehören somit nicht dazu. Das Bild zeigt die Spinnerei um 1900.
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Erba-Häuser in Erlangen

Die alten Gebäude der Baumwollspinnereien Erlangen-Bamberg, sogenannte Erba-Häuser, liegen südlich der denkmalgeschützten Erba-Siedlung, gehören somit nicht dazu. Das Bild zeigt die Spinnerei um 1900. © Stadtmuseum Erlangen

Die Fragestellung für den beantragten Bürgerentscheid lautet: „Sind Sie dafür, dass die Stadt mit allen rechtlich zulässigen Mitteln eine Rücknahme der Entscheidung der Gewobau für den Abriss der historischen Gebäude der Äußeren Brucker Straße 82, 84, 86/88, der Mainstraße 1 und der Johann-Jürgen-Straße 1-7 betreibt, mit dem Ziel der nachhaltigen Sanierung und des dauerhaften Erhaltes als soziale Wohnanlage mit den dazugehörigen Gärten?“
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Die Fragestellung für den beantragten Bürgerentscheid lautet: „Sind Sie dafür, dass die Stadt mit allen rechtlich zulässigen Mitteln eine Rücknahme der Entscheidung der Gewobau für den Abriss der historischen Gebäude der Äußeren Brucker Straße 82, 84, 86/88, der Mainstraße 1 und der Johann-Jürgen-Straße 1-7 betreibt, mit dem Ziel der nachhaltigen Sanierung und des dauerhaften Erhaltes als soziale Wohnanlage mit den dazugehörigen Gärten?“ © Harald Sippel

Wird der Bürgerentscheid angenommen, ist das Ergebnis wie ein Stadtratsbeschluss zu sehen. Demzufolge muss es wie ein Stadtratsbeschluss von der Verwaltung entsprechend umgesetzt werden. Wird der Entscheid hingegen abgelehnt, wird die Gewobau ihr Vorhaben weiter umsetzen. Schon im Herbst will die städtische Wohnungsbaugesellschaft voraussichtlich mit den Bauarbeiten beginnen.
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Erba-Häuser in Erlangen

Wird der Bürgerentscheid angenommen, ist das Ergebnis wie ein Stadtratsbeschluss zu sehen. Demzufolge muss es wie ein Stadtratsbeschluss von der Verwaltung entsprechend umgesetzt werden. Wird der Entscheid hingegen abgelehnt, wird die Gewobau ihr Vorhaben weiter umsetzen. Schon im Herbst will die städtische Wohnungsbaugesellschaft voraussichtlich mit den Bauarbeiten beginnen. © Bernd Böhner

In diesen Häusern sollen — wie es das Modell der Gewobau zeigt — in dem Gebiet rund 90 neue Wohnungen entstehen.
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In diesen Häusern sollen — wie es das Modell der Gewobau zeigt — in dem Gebiet rund 90 neue Wohnungen entstehen. © Horst Linke

Insbesondere unter Bewohnern formierte sich massiver Protest gegen die angekündigten Maßnahmen. Den Abriss woll(t)en die Gegner verhindern — und durch Sanierung ersetzen. Zunächst machten sie mit Plakaten an den Häusern mobil und initiierten im September 2016 eine Bürgerfragestunde im Stadtrat.
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Insbesondere unter Bewohnern formierte sich massiver Protest gegen die angekündigten Maßnahmen. Den Abriss woll(t)en die Gegner verhindern — und durch Sanierung ersetzen. Zunächst machten sie mit Plakaten an den Häusern mobil und initiierten im September 2016 eine Bürgerfragestunde im Stadtrat. © Klaus-Dieter Schreiter

Manche Bewohner befürchten, das Gartenstadt-Flair könne durch die Nachverdichtung leiden. Die Gewobau aber will nach eigenen Angaben das neue Gebäude weiter von der Straße einrücken, um mehr Grünfläche zwischen Straße und Neubau zu ermöglichen.
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Manche Bewohner befürchten, das Gartenstadt-Flair könne durch die Nachverdichtung leiden. Die Gewobau aber will nach eigenen Angaben das neue Gebäude weiter von der Straße einrücken, um mehr Grünfläche zwischen Straße und Neubau zu ermöglichen. © Harald Sippel

Dieses Foto mit Kindern in der Mainstraße der Erba-Siedlung aus den 1980-er Jahren hätte nach einem möglichen Abriss mehr als nur historischen Wert.
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Erba-Häuser in Erlangen

Dieses Foto mit Kindern in der Mainstraße der Erba-Siedlung aus den 1980-er Jahren hätte nach einem möglichen Abriss mehr als nur historischen Wert. © Bernd Böhner

Dieses Bild von dem Haus Äußere Brucker Straße 84 stammt aus den 1920er oder 1930er Jahren.
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Erba-Häuser in Erlangen

Dieses Bild von dem Haus Äußere Brucker Straße 84 stammt aus den 1920er oder 1930er Jahren. © Stadtarchiv Erlangen/Josef Keller

Das  Bild stammt aus der Broschüre „Die Spinnersbuzn vom Anger – ehemalige Erba-Arbeiterinnen und Arbeiter berichten aus ihrem Alltagsleben im Stadtteil Anger von 1920 bis 1983
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Erba-Häuser in Erlangen

Das Bild stammt aus der Broschüre „Die Spinnersbuzn vom Anger – ehemalige Erba-Arbeiterinnen und Arbeiter berichten aus ihrem Alltagsleben im Stadtteil Anger von 1920 bis 1983", herausgegeben im Jahr 1995 von der Stadt Erlangen. © Stadtarchiv Erlangen/Günzl

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Erba-Häuser in Erlangen

"So einladend wirkt einer der Wohnräume des Behinderten-Hauses": Mit dieser Beschreibung erschien das Foto 1988 in einem Artikel der Erlanger Nachrichten unter dem Tiel: "Erba-Werksiedlung fast saniert - Heute schmuckes Wohnviertel in zentraler Lage". © Erich Malter

So oder so sind die Häuser ein Sanierungsfall, wie diese Eiskaskade im Januar 2017 an einem der Erba-Häuser eindrücklich zeigen. Sie entstand nach einem Wasserrohrbruch.
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So oder so sind die Häuser ein Sanierungsfall, wie diese Eiskaskade im Januar 2017 an einem der Erba-Häuser eindrücklich zeigen. Sie entstand nach einem Wasserrohrbruch. © Anestis Aslanidis