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Entlas Bräu will Erlangens Tradition als Bierstadt fortsetzen

Vincenz Schillers Bier befindet sich auf dem Entlas-Keller seit einem Jahr auch im Ausschank - 29.08.2020 06:00 Uhr

Brauer Vinzenz Schiller.

© Harald Hofmann


Die einstige Größe – mit namhaften Brauereien wie der Reif-Bräu, der Henninger oder der Erich-Bräu – ist dahin, und nachdem auch die Brauerei Karl Kitzmann als letztes großes Familienunternehmen die Segel gestrichen hat und in einer großen Kulmbacher Brau-Familie aufging, schien Erlangen als Bierstadt fast ausgelöscht. Wären da nicht die Bemühungen, an die großen Traditionen anzuknüpfen. 

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Erlanger Bier made in Oberfranken: Besuch bei der Kulmbacher Brauerei AG

2018 ging eine Kapitel Erlanger Brauerei-Geschichte zu Ende: Nach der Übernahme der Markenrechte, wird nun Kitzmann-Bier von der Kulmbacher Brauerei AG in Oberfranken gebraut.


Der Brauerei, der das zweifellos (und noch zu Glanzzeiten von Kitzmann) gelungen ist, ist die Brauerei Steinbach in der Vierzigmannstraße, die bereits 1995 – noch unter Senior Dieter Gewalt, aber bereits mit Unterstützung seiner Söhne Jörg (als Mälzer in Zirndorf) und Christoph (als Braumeister) einen anfangs misstrauisch beäugten Neustart hinlegte und alle Skeptiker längst überzeugt hat.

Doch nicht von der mittlerweile größten Erlanger Brauerei soll hier die Rede sein, sondern von einer "Brauerei i.G.", wobei das "i. G." in Gründung bedeutet. 

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Biervielfalt am Entlas Keller in Erlangen

Die Brauerei von Vincenz Schiller am Entlas Keller steht kurz vor deren Gründung. Bislang wird noch in Memmelsdorf bei Bamberg gebraut.


Es geht um die (künftige) Brauerei von Vincenz Schiller, der als Sohn von Entlas-Keller-Wirt Fritz Engelhardt seit einigen Jahren Ambitionen auf eine eigene Brauerei hat – und nun wohl nah vor deren Gründung steht.

Denn Vincenz Schiller ist seit einigen Jahren Braumeister und hat in zahlreichen Versuchs-Suden in heimischen Gefilden unterschiedlichste Biersorten hergestellt – kleine Margen im Stile eines Hobby-Brauers, aber mit großen Absichten. Und "sein" Bier befindet sich auf dem Entlas-Keller seit einem Jahr auch im Ausschank, auch wenn dieses Bier nicht in Erlangen, sondern nach seiner Rezeptur bei einer befreundeten Brauerei in Memmelsdorf bei Bamberg entsteht. 

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Historische Bilder: Als Erlangen eine Bierhauptstadt Frankens war

Mit Kitzmann verschwindet die größte Erlanger Brauerei des 21. Jahrhunderts vom Markt. Die Hugenottenstadt hat eine bewegte Bier-Geschichte. Was viele nicht wissen: In der Blütezeit im 19. Jahrhundert gab es bis 18 Brauereien, einige bis weit über die Grenzen des Landes bekannt. Ein Blick in die Historie.


Um das stets durstige Publikum auf dem Entlas-Keller trotz der jeweils zehn Hektoliter "Entlas" nicht auf dem Trockenen sitzen zu lassen, reichen Schiller und sein Vater seit der Biergartensaison 2019 zwei weitere fränkische Biere aus, die ausgewiesen schmackhaft sind bzw. sogar Kultcharakter haben, wie das Bamberger Mahrs Bräu und das mehrfach ausgezeichnete Kellerbier der Brauerei Hofmann aus Pahres.

Schillers geplante Brauerei hat mit bereits vorhandenen Gär- und Lagertanks im Neubau neben dem als "Kessel" bekannten Bergabschnitts schon handfeste Komponenten vorzuweisen, letzte Details müssen allerdings noch mit städtischen Baubehörden geklärt werden. 

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Sein Ass im Ärmel, eine kleine Brauanlage auf dem eigenen Keller-Grundstück genehmigt zu bekommen, ist die umweltfreundliche Bau- und Betriebsweise die ohne die früher unvermeidlichen Emissionen auskommt und durch eine ausgeklügelte Kombination aus Kühl- und Heiztechnik sogar CO2-neutral werden soll. "Ökologischer geht’s nicht mehr", sagt Vincenz Schiller, der auch auf eigenes Brauwasser zurückgreifen will.

Mit der geplanten Größe von 1000 bis 1500 Liter pro Sud wäre seine Anlage, die spätestens 2022 in Betrieb gehen soll, etwas größer als die der Brauerei Oberle – aber immer noch eine vergleichsweise kleine Brauerei. 

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Bierwerk-Kalender

Für den Bierwerk-Kalender posierten die Models im Stil von großen Filmklassikern.


Trotzdem wäre dies "kein Ein-Mann-Job mehr", wie Schiller sagt, zumal er als Kellerwirt mit weitläufigen Flächen auf drei Etagen bereits heute nicht unterbeschäftigt wirkt.

PETER MILLIAN

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