Montag, 26.10.2020

|

Radentscheid geplant: Erlangen soll beste Fahrradstadt sein

Bündnis "Radentscheid Erlangen" will ab 12. Oktober Unterschriften sammeln - 26.09.2019 12:13 Uhr

In Erlangen gibt es viele Fahrradfahrer. Doch sollte man ihnen das Fahren noch leichter machen?

© Klaus-Dieter Schreiter


Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) stellte Erlangen zuletzt immer noch ein positives Zeugnis aus. Vor allem im Vergleich zu anderen Städten der Region. Auch in den kommenden Jahren will die Stadtverwaltung weiter in Rad-Infrastruktur investieren. Und trotzdem: "Erlangen liegt deutschlandweit in Umfragen des Radverkehrs zwar auf den vorderen Plätzen, schneidet aber auch im aktuellen Fahrrad-Klimatest nur mit der Note 3,4 ab", sagt Michael Zell, einer der Initiatoren des Entscheids in Erlangen.

Bilderstrecke zum Thema

Mobil in der Region: Wie, wann und wie oft wir unterwegs sind

Wir sind immer unterwegs: Ins Büro, zum Einkaufen, abends in Richtung Kino... Mal steigen wir dafür ins Auto, mal bringt uns die Straßenbahn schneller ans Ziel. Für diese Bilderstrecke haben wir tief im Zahlen-Archiv der Stadt, des VGN oder beim Landesamt für Statistik gegraben - und interessante Zusammenhänge gefunden.


Insgesamt sei es Ziel, durch den "Radentscheid" Erlangen zur "fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands zu machen", so der 34-Jährige. Es bestehe erheblicher Nachholbedarf. Unterstützung für den Erlanger Radentscheid holen sich die bisher 17 Mitglieder des Rad-Bündnisses in Bamberg und Nürnberg.

Der Radentscheid ist eine bundesweite Initiative

Denn der "Radentscheid" ist eine bundesweite Initiative, die in Berlin ihren Ursprung hat. In der Bundeshauptstadt wollten Radfahrer erstmals mit einem Volksbegehren erreichen, dass Berlin fahrradfreundlich wird. Das Volksbegehren erreichte sehr große Zustimmung, und der Berliner Senat übernahm die Forderungen der Radfahrer in einem eigenen Gesetz.

 

Seither wurden und werden in zahlreichen Städten "Radentscheide" angestrebt. Auch in Erlangens großer Nachbarstadt Nürnberg. Die ursprünglichen Forderungen der Berliner Initiative (zum Beispiel 350 Kilometer sichere Fahrradstraßen auch für Kinder, zwei Meter breite Radverkehrsanlagen an jeder Hauptstraße, gefährliche Kreuzungen sicher machen oder Fahrradparken an ÖPNV-Haltestellen) sollen "spezifisch für Erlangen angepasst werden", sagt Michael Zell. Die formulierten Ziele des Bürgerbegehrens werden momentan juristisch überprüft. Auch sollen möglichst viele Geschäfte überzeugt werden, Unterschriftslisten auszulegen.

8

8 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Erlangen