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StUB in Erlangen mit Variante über Sieboldstraße?

Rundgang auf der Suche nach Strecke für die Straßenbahn durch die Stadt - 16.02.2019 11:30 Uhr

An der Nordseite des „Himbeerpalastes“ wird der Straßenraum durch einen Anbau eingeengt, eine Haltestelle sollte erst danach eingerichtet werden. An der Innenstadt-Mensa (l.) müssten Teile des Langemarckplatzes für eine Haltestelle geopfert werden, damit die Straßenbahn die Kurve kriegt. © F.: Harald Sippel


Bei dieser Streckenvariante würde die Bahn (vom Süden kommend) an der Kreuzung Nürnberger-/Werner-von-Siemens-Straße rechts abbiegen, der Werner-von-Siemens-Straße folgen und über die Siebold- und Henkestraße zu den Arcaden und zur Güterhallenstraße fahren.

Der "Charme" einer solchen Lösung: Die Straßenbahn hätte Haltestellen an zwei studentischen "Hot-spots", nämlich der künftigen Philosophischen Fakultät im "Himbeerpalast" und an der Innenstadt-Mensa am Langemarckplatz. Zudem könnte das ebenfalls am Langemarckplatz gelegene Christian-Ernst-Gymnasium (CEG) mit angebunden werden.

Zwei Engstellen sind wohl kein Problem

Am Treffpunkt am Beþiktaþ-Platz erläuterten Florian Gräf, Technischer Leiter des Zweckverbands, sowie sein geschäftsführender Kollege Daniel Große-Verspohl, die vom ursprünglich geplanten Trassenverlauf durch die Nürnberger Straße abweichende Variante. Beim Rundgang entlang der Strecke zeigten sich zwei Engstellen, die aber kein echtes Hindernis darstellen: einmal an der Einmündung der Henkestraße in die Nürnberger Straße und an der Ecke Sieboldstraße/Mozartstraße, wo der "Himbeerpalast" an seiner Nordwestecke einen dem Straßenraum einengenden Anbau aufweist.

In beiden Fällen müsste sich die Bahn den Straßenraum mit dem Autoverkehr teilen, wobei heute sogenannte Pförtnerampeln der Straßenbahn den Vorrang geben.

In der Werner-von-Siemens-Straße hingegen ist ausreichend Platz, obwohl eine zwei Gleise befahrende Straßenbahn mehr Platz benötigen würde als die bis in die 60er Jahre betriebene eingleisige Bahnstrecke der Sekundärbahn ("Seku") in den östlichen Landkreis bis nach Gräfenberg.

Haltestellen wären bei einer solchen Streckenführung an der Ecke Nürnberger Straße/Werner-von-Siemens-Straße am "Himbeerpalast"/ Nordseite und am Langemarckplatz. Dort müsste vor der Mensa eine doppelseitige Haltestelle entstehen, die Teile des Platzes in Anspruch nehmen würde. Anders wäre der notwendige Abbiegeradius in die Henkestraße nicht zu erreichen, wie Technik-Leiter Florian Gräf ausführt.

Die Fahrtzeit verlängert sich um wenige Minuten

Bereits während der Veranstaltung wurde Kritik daran geäußert, dass eine solche Variante massive Nachteile habe. Erstens sei sie länger und damit teurer, die Fahrtzeit verlängere sich (allerdings nur um wenige Minuten) und das Rathaus als zentrale Haltestelle (auch für die geschäftige Nürnberger Straße) falle weg.

Alle diese Einwände sollen aber, so Daniel Große-Verspohl, in einer genaueren Wirtschaftlichkeitsprüfung untersucht werden und erst dann dem die StUB-Planung begleitenden Dialogforum und dann dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden.

Derzeit werden insgesamt noch 13 Alternativen für den Verlauf der Stadt-Umland-Bahn detaillierter untersucht. Das 5. Dialogforum zur Stadt-Umland-Bahn mit dem Thema Regnitzquerung und einer Festlegung auf eine der drei Vorzugstrassen findet am Dienstag, 12. März, ab 18.30 Uhr im Redoutensaal statt. 

pm

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