Eggolsheim: Bürgerwindpark auf dem Weg

25.3.2021, 10:00 Uhr
1997 ist der Windpark Oberngrub gebaut worden, der inzwischen einem Skandinavier gehören soll. 2011 riet der ehemalige Bürgermeister von Heiligenstadt den Eggolsheimern: „Baut einen Bürgerwindpark, damit es euch nicht so geht wie uns in Oberngrub.“

1997 ist der Windpark Oberngrub gebaut worden, der inzwischen einem Skandinavier gehören soll. 2011 riet der ehemalige Bürgermeister von Heiligenstadt den Eggolsheimern: „Baut einen Bürgerwindpark, damit es euch nicht so geht wie uns in Oberngrub.“ © Foto: Marquard Och

Die Tagesordnung überraschte dann doch, denn hinzugefügt war nach dem Wegfall der "Gründe für die Nichtöffentlichkeit" der Bericht von Bürgermeister Claus Schwarzmann (Bürgerbund) zum Stand der Planungen von Windrädern auf der "Langen Meile" oberhalb Götzendorf/ Tiefenstürmig.

Nach der ersten Information in der digitalen Bürgerversammlung (wir berichteten ausführlich) verdeutlichte Schwarzmann jetzt, dass sowohl im hiesigen Marktrat sowie einstimmig im Marktrat Buttenheim mit dem Kollegen Michael Karmann (CSU/ZWdG) entsprechende Planungsbeschlüsse gefasst worden sind. Die beiden Bürgermeister haben nun ein Schreiben an das Bayerische Wirtschaftsministerium gerichtet. Als "Kümmerer" wollen sie sich für die "Verstärkung" und Förderung der Windkraft einsetzen.

Mit der Ebermannstädter Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) stehe man im offenen Austausch. Die Mitnahme der Bevölkerung der Nachbargemeinden – dazu zählen auch der Markt Heiligenstadt und Unterleinleiter – sei ihm oberstes Gebot, unterstrich Schwarzmann. Zustande kommen soll unter Einbeziehung der ILE "Allianz Regnitz-Aisch" ein regionales Fördermodell. "Unser Ansatz ist es, Stadtwerke und Gemeindewerke zu beteiligen, aber wir stehen erst am Anfang eines langen Wegs", machte der Rathauschef sehr deutlich.

Wärme für Kindergarten

Die künftige Energieversorgung am Sportzentrum Eggolsheim wurde vom Amberger Institut für Energieversorgung untersucht. Das Ergebnis ist eine zentrale Hackschnitzelheizung, die jetzt gebaut werden soll. Sie soll auf alle Fälle den im Umfeld geplanten Kindergarten mit Wärme versorgen. Möglich wäre es auch, das Schützenheim und die in Planung stehende Bundeskegelbahn an die Heizanlage anzuschließen.

Zur ebenso geprüften Variante von Stromerzeugung auf Photovoltaik-Dächern sagte JB-Rat Martin Albert, es solle auch die Überdachung der Parkplätze überlegt werden. Das werde noch geprüft, versprach Claus Schwarzmann, doch sei die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen kaum noch gegegeben. Hans-Jürgen Dittmann (CSU) sorgte sich um die verfügbaren Hackschnitzelmengen. "Die sind im Überfluss da", versicherte hier Schwarzmann, der gleichzeitig der Kreisvorsitzende des Landschaftspflegeverbands ist. Der Beschluss für die Hackschnitzelanlage erfolgte dann einmütig mit 19:0 Stimmen.

 

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