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Demo in Fürth: Polizeichef von Stein getroffen

30 Neonazis standen rund 150 Gegendemonstranten gegenüber - Drei Beamte verletzt - 03.11.2013 13:28 Uhr

Mehrere Polizisten wurden während einer Demonstration von Neonazis in Fürth verletzt. © nn


Um 21 Uhr hatten sich rund 30 rechtsextreme Demonstranten in der Fürther Rudolf-Breitscheid-Straße, an der Kleinen Freiheit, getroffen und eine "Mahnwache" gestartet. Diese war am Samstagnachmittag kurzfristig angemeldet worden. Anlass für die spontane Aktion war für die Neonazis der gewaltsame Tod zweier Gesinnungsgenossen in Griechenland.

Der ursprünglich genehmigte Ort der Kundgebung musste verlegt werden, da sich dort bereits Gegendemonstranten eingefunden hatten. Rund 150 Menschen - die meisten aus dem linken Lager - zeigten ihren Protest gegen die rechte Demo. Auch Vertreter des Fürther Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Rassismus und einige Grünen-Politiker waren vor Ort. Augenzeugen berichteten von einer "aufgeheizten Stimmung."

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Neonazi-Demo in Fürth hält Polizei in Atem

30 Rechtsextreme versammelten sich am Samstagabend in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Fürth, um für die getöteten Gleichgesinnten in Griechenland eine "Mahnwache" zu halten. Den Neonazis standen rund 100 Gegendemonstranten gegenüber.


Mit Pfiffen und Schreien übertönten die Gegendemonstranten jedes Wort, wenn einer der Rechten zum Megafon griff. Die Neonazis standen meist still in einer Reihe, einige hielten Fackeln. Offenbar wurden aus Wut  über den Tod der Rechten in Athen auch griechische Flaggen verbrannt.

Mehr als ein Dutzend Streifenwagen, 20 Polizeibusse und zahlreiche Beamte aller mittelfränkischen Dienststellen waren vor Ort. Es flogen laut Polizei mehrere Steine. Fürths Polizeichef Peter Messing, der den Einsatz leitete, wurde von einer abgebrochenen Gehwegplatte am Kopf getroffen, als er den Rechtsextremen einen Beschränkungsbescheid über den Versammlungsort übergeben wollte.

Er wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht, konnte aber inzwischen wieder entlassen werden. Der Stein kam laut Polizeisprecher Peter Schnellinger "aus Richtung der Gegendemonstranten". Zwei weitere Beamte erlitten ebenfalls Verletzungen.

Um die verfeindeten Gruppen gegen 23 Uhr voneinander zu trennen, errichteten die Einsatzkräfte zunächst mit ihren Fahrzeugen Barrieren. Daraufhin kam ein VAG-Bus und transportierte die rechten Demonstranten vom Ort des Geschehens weg. Wohin genau, blieb zunächst unklar.

Der Artikel wurde am 03.11.13 um 13.22 Uhr aktualisiert.

 

ajs/czi

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