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Einsatz für einen jungen Konvertiten

Fürther fordern Bleiberecht für einen Christen aus Afghanistan - 04.06.2018 16:00 Uhr

Zum Christentum konvertiert ist ein junger Afghane, jetzt fordert eine Fürther Gruppe ein Bleiberecht für ihn. In seiner Heimat ist es für ihn zu gefährlich geworden. © André De Geare


Auf der Plattform www.openpetition.de und unter der Überschrift "Isa soll in Deutschland bleiben" sammelte die Gruppe um Stefan und Christine Morbach über 2000 Unterschriften. Sie fordern das Bleiberecht für einen 20-jährigen Christen aus Afghanistan, der nach seiner Taufe im Iran weder in Afghanistan noch im Iran sicher vor Angriffen leben kann. Dies habe Isa bereits schmerzhaft erleben müssen, sagt Stefan Morbach, Jugendpastor und Leiter des Fürther Stadtteil-Jugendtreffs Downstairs.

Der afghanische Staat könne Konvertiten insbesondere vor Anfeindungen aus dem persönlichen Umfeld nicht genügend schützen. Die Abkehr vom islamischen Glauben werde gesellschaftlich nicht akzeptiert und ziehe Gewalt und Mord nach sich.

"Gerade in der aktuellen Wertediskussion in Bayern sehen wir die Verantwortung einer christlichen Prägung, einen schutzsuchenden Christen zu unterstützen", sagt Morbach. In den zweieinhalb Jahren in Deutschland habe Isa einen Schulabschluss erworben und zwei Ausbildungsverträge auf dem Tisch liegen gehabt.

Das Ausländeramt untersagte ihm jedoch, die Lehre anzutreten. Isa sei ehrenamtlich aktiv und habe viel Geld in geforderte Dokumente investiert. Morbach: "Dieser junge Mann lebt die vielfach geforderte Integration bereits." Am Mittwoch übergibt die Unterstützergruppe die Petitionsunterlagen um 15 Uhr vor dem Plenarsaal des Landtags an die Fürther CSU-Abgeordnete Petra Guttenberger. 

fn

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