Neues Millionenloch im Fürther Haushalt

23.12.2011, 11:00 Uhr
Weniger Geld bekommt die Stadt Fürth vom Freistaat Bayern überwiesen.

© dpa Weniger Geld bekommt die Stadt Fürth vom Freistaat Bayern überwiesen.

Mit den sogenannten Schlüsselzuweisungen greift der Freistaat Bayern Jahr für Jahr den Kommunen unter die Arme. 2012 werden 2,68 Milliarden Euro ausgeschüttet. Profitieren sollen vor allem finanzschwache Städte, doch ausgerechnet das chronisch klamme Fürth schaut diesmal in die Röhre. Statt 39,5 Millionen erhält es 37,8 Millionen Euro. Geplant hatte die Stadt mit 39,3 Millionen Euro.

Laut Kämmerin Ammon schneiden kreisfreie Städte wie Fürth 2012 insgesamt schlechter ab, weil sie sich den großen Kuchen mit München teilen müssen, das 45 Millionen Euro mehr aus dem Topf erhalten wird als 2011. Die Kleeblattstadt muss kommendes Jahr außerdem 800000 Euro mehr Umlage an den Bezirk abführen. „Damit haben wir jetzt schon ein Loch von 2,3 Millionen Euro im Haushalt“, rechnet Ammon vor.

Mehr Geld vom Freistaat gibt es für die kreisangehörigen Städte und die Landkreise. So erhält Stein 1,5 Millionen Euro (2011: 540000), Oberasbach 2,7 Millionen Euro (2,1 Millionen Euro) und Zirndorf 916000 Euro (465000 Euro). Der Landkreis Fürth darf sich über 14,5 Millionen Euro freuen. Das sind 2,7 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Um die unverhoffte Lücke im Haushalt schließen zu können, hofft Fürths Kämmerin nun darauf, dass das Jahresergebnis für 2011 noch besser ausfällt als veranschlagt. Wie viel Steuern die Kommune im laufenden Jahr eingenommen haben wird, steht allerdings erst im Mai 2012 fest.

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