Baby-Boom

Geburtenrekord im Klinikum Altmühlfranken zum Jahresende

Miriam Zöllich
Miriam Zöllich

Weißenburger Tagblatt

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4.1.2022, 16:02 Uhr
Frischgebackene Eltern zum Jahreswechsel (v. li.): Familie Kittsteiner aus Treuchtlingen, Familie Neidlein aus Geilsheim, Familie Keller aus Pappenheim und Familie Mühlehner aus Treuchtlingen. Für die Hebammen (rechts) geht damit ein Rekordjahr in der Geburtshilfe zu Ende.

© Miriam Zöllich Frischgebackene Eltern zum Jahreswechsel (v. li.): Familie Kittsteiner aus Treuchtlingen, Familie Neidlein aus Geilsheim, Familie Keller aus Pappenheim und Familie Mühlehner aus Treuchtlingen. Für die Hebammen (rechts) geht damit ein Rekordjahr in der Geburtshilfe zu Ende.

Das erste Baby im neuen Jahr heißt Leona Keller, und eilig hatte es die Kleine nicht. Erst um 15.59 am Neujahrstag kam sie im Klinikum Altmühlfranken auf die Welt und ist als erstes Kind von Mama Ines und Papa Florian aus Pappenheim nun der ganze Stolz.

Zuvor gab es einen spannenden Endspurt für Klaus und Jutta Kittsteiner aus Treuchtlingen: Ihr Nelio hat sich nach zwei Tagen Hin und Her im Kreissaal entschieden, doch noch 2021 auf die Welt zu kommen – und zwar um 23.53 Uhr und damit gerade noch als 798. Baby in diesem Jahr. Zuhause erwartet ihn nun voller Spannung seine fünfjährige Schwester Mira.

Insgesamt drei Silvesterbabys

Ebenfalls an Silvester (18.37 Uhr) wurde die kleine Marie Neidlein geborden, als erstes Baby von Mama Eva und Papa Michael aus Geilsheim (Landkreis Ansbach). Und um zehn Uhr morgens am letzten Tag des Jahres 2021 erblickte Lea-Sophie Mühlener als erstgeborene Tochter von Matthias und Evelyn Mühlener aus Treuchtlingen die Welt.

Für die derzeit zehn Hebammen (davon neun in der Geburtshilfe) geht damit ein Rekordjahr zu Ende. 798 Babys – so viele gab es noch nie im Klinikum Altmühlfranken. Vor allem der Dezember hatte es in sich: An zwei Tagen kamen jeweils fünf Kinder zur Welt, am 7. Dezember sogar zehn (wir berichteten). Dabei hatte es noch im Herbst nicht so ausgesehen, als ob die Zahl vom Vorjahr (789 Geburten) wieder erreicht wird. Hat der Baby-Boom zum Jahresausklang vielleicht mit dem Lockdown im Frühjahr zu tun?

Erklärungen für den Geburtenrekord

Da kann man nur Vermutungen anstellen, bayernweite und bundesweite Studien und Statistiken zeigen anscheinend kein klares Bild. Neun Monate nach dem ersten Lockdown 2020 konnte das bayerische Landesamt für Statistik zwar ein Plus von 4,4 Prozent bei den Geburten ausmachen, stellte aber auch klar: Ob es einen Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gibt, oder ob es sich um eine Fortsetzung des allgemeinen Trends zu steigenden Geburtenzahlen handelt, muss erst noch weiter untersucht werden.

Im Klinikum Altmühlfranken gibt es noch weitere Erklärungen für den Baby-Rekord. So gibt es nach wie vor in der Eichstätter Klinik keine Geburtshilfe-Abteilung, viele werdende Eltern aus dem Grenzgebiet Weißenburg-Eichstätt kommen daher zur Entbindung nach Weißenburg. Und immer wieder entscheiden sich auch Familien aus dem südlichen Landkreis Roth für den Kreissaal im Klinikum Altmühlfranken. miz